Algerien

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Kameltrek Tassili n´Ajjer

29tägige Reise mit 25tägigem Kameltrekking

Auf dieser Kamelkarawane laden wir dazu ein, die Sahara mit den Augen ihrer Bewohner sehen und lieben zu lernen. Vier Wochen lang ziehen wir mit einer Kamelkarawane jenseits aller Pisten durch das Tassili n’Ajjer bei Djanet und erfahren unterwegs einige der Geheimnisse der Tuareg-Nomaden. Ein einmaliges Erlebnis abseits jeder Ablenkung und Zivilisation, hier reduziert sich alles auf das Wesentliche, und die Sonne und nicht die Uhr bestimmt den Alltag. Wenn es hell wird stehen wir auf, wenn es uns zu heiß wird, halten wir an und suchen Schatten, und bevor es dunkel wird suchen wir einen Lagerplatz für die Nacht, genau wie es die Nomaden seit Jahrhunderten tun. Wir erfahren wie wir mit wenig auskommen und dabei trotzdem zufrieden sein können. Bei dieser Tour steht es jedem frei, die tägliche Strecke von ca. 15 – 20 Kilometern zu reiten oder zu laufen. Es ist eine außergewöhnliche Reise, die uns Zeit und Raum gibt, die Wüste intensiver kennenzulernen.

Termine & Preise:
21.10.2018-18.11.2018  EUR 3490

Rail&Fly (Zug zum Flughafen):  EUR 60

Teilnehmer:
min. 6 - max. 12 Personen

Leistungen:
Linienflüge mit Air Algérie in der Touristenklasse Frankfurt-Algier-Djanet-Algier-Frankfurt; Alle Transfers im Zielgebiet; Vollverpflegung; Tour mit Kamelen laut Ausschreibung; 28 Übernachtungen in Zelten oder nach Wunsch unter freiem Himmel; Begleitung durch Tuareg-Mannschaft; Deutschsprechende Reiseleitung

Nicht enthalten:
Visumgebühren für Algerien

Tourverlauf:

1. Tag
Frankfurt – Algier – Djanet
Hinflug am Nachmittag von Frankfurt am Main nach Algier. Empfang durch unseren Mitarbeiter vor Ort, Transfer zum nationalen Flughafen und Weiterflug nach Djanet am späten Abend. Transfer zum nahen Nachtlager in der Wüste. Erste Übernachtung in der Wüste in Zelten.

2. – 26. Tag
Kamelkarawane im Tassili n‘Ajjer
Am Vormittag des 2. Reisetages Fahrt nach Djanet, einer Wüstenoase, die ca. 2000 km von Algier entfernt im äußersten Süden Algeriens liegt. Hier leben zahlreiche Tuareg und andere ethnische Gruppen – Djanet ist die Hauptstadt des Ajjer. Nach dem Frühstück fahren wir erst einmal mit den Geländewagen nach Djanet um die vorgeschriebenen Anmeldeformalitäten beim Nationalpark zu erledigen und von dort aus weiter zum Treffpunkt mit den Kamelen und den Kamelführern. Hier lernen wir unsere Tuaregbegleiter mitsamt ihren Kamelen kennen. Am Nachmittag brechen wir mit unserer kleinen Karawane auf und erreichen nach einer kurzen Etappe Tissalatin wo wir zwischen hohen Granitfelsen unser erstes Nachtlager mit den Kamelen aufschlagen werden.

Wir setzen unsere Reise mit unserer Karawane fort, über weite Strecken der Tour kann geritten werden, bei einigen steinigen oder schwierigeren Passagen steigen wir alle ab und gehen Abschnitte zu Fuß, so dass die Wander- bzw. Laufschuhe immer am Sattel parat sein sollten. Wer möchte kann natürlich auch laufen oder abwechselnd reiten und laufen. Je nach Lust und Laune. Wir werden nun in den nächsten Tagen ausschließlich mit Kamelen unterwegs sein – wie echte Nomaden eben. An manchen Tagen wird nur am Vormittag geritten werden, denn Mensch und Tier brauchen Erholung und die Aufgaben des Karawanenalltags, wie Wasser und Brennholz aufnehmen oder Reparaturen durchführen, müssen erledigt werden. Unsere Ausrüstung, unsere Lebensmittel, das Wasser und unser persönliches Gepäck wird von Lastkamelen transportiert, so dass schon beim Packen zuhause darüber nachgedacht werden kann, was sinnvollerweise mitzunehmen ist und worauf verzichtet werden kann, so dass die Lastkamele nicht unnütze Last durch die Wüste tragen. Die Reduzierung auf das Wesentliche kann hier also schon vor der eigentlichen Wüstenreise beginnen.

Die hervorstechendste Eigenschaft der Kamele der Tuareg ist ihre auffällige Eleganz, mit der sie sich deutlich von den Kamelen der arabischen Nomaden Nordafrikas unterscheiden. Die Kamelzucht hat bei den Tuareg eine lange Tradition, da bereits ihre altlibyschen Vorfahren Kamelzüchter waren. Da seit 1000 Jahren die Austrocknung der Sahara so weit fortgeschritten ist, dass Pferde oder Ochsen als Transportmittel nicht mehr in Frage kommen, wäre die Sahara ohne das domestizierte Kamel seit mindestens 1000 Jahren eine menschenleere Wüste. Das über 2000 Jahre lange enge Zusammenleben der Menschen mit den Kamelen hat die Erfahrung beiderseits geprägt und ist Basis der Tierhaltung bei den Tuareg. Ein jeder Hirte (ab 14 Jahren sind die männlichen Kinder der Nomaden für das Hüten der Kamele verantwortlich) muss gewissenhaft lernen, darauf zu achten, ob die Weide am Morgen feucht von Tau oder trocken ist, ob die Pflanzen „heiß“ oder „kühl“ sind, welche Gräser und Kräuter „die Kamele fett machen“ „oder nur den Bauch füllen“. Dementsprechend bekommen die Kamele Wasser oder eben in gar keinem Fall Wasser, weil die Gefahr tödlich endender Blähungen besteht. Die Tuareg kennen über 600 Pflanzen namentlich, davon sind 60 bis 80 Futterpflanzen, deren Eigenschaften ein guter Kamelhirte genau kennt.

Unsere Kameltreiber sind auch Kamelzüchter, verfügen über spezielle Kenntnisse über Vererbung und Paarungsverhalten und wissen, dass eine erfolgreiche Zucht die gezielte Auswahl von Stuten und Bullen erfordert. Die Zuchtziele der Tuareg sind aber durchaus verschieden. Bei den Kel Adrar-Tuareg in Mali, bei denen die Milchproduktion im Vordergrund steht, wird vor allem auf hohe Milchleistung hin gezüchtet. Die Kel Aïr-Tuareg im Niger, für die der Karawanenhandel von entscheidender Bedeutung ist, züchten robuste und ausdauernde Lasttiere. Die Tuareg aus Algerien sind berühmt für die Zucht und Dressur hervorragender Reitkamele, der Mehari.

Nicht nur bei der Auswahl ihrer Reitkamele legen die Tuareg großen Wert auf eine elegante Erscheinung, sondern auch beim Kauf der Kamelsättel. Die bei den Tuareg üblichen Reitsättel für die Kamele gleichen kaum den in Europa bekannten Reitsätteln für Pferde. Vor dem Höcker des Dromedars wird der Sattel auf kleinen Satteldecken mittels eines Bauchgurts sicher festgezurrt. Die Sättel bestehen aus mit Leder verkleidetem Holz und sind teilweise mit reicher Ornamentik zu kleinen Kunstwerken geschmückt. Mit einigen Decken aufgepolstert, können wir auf diesen Sätteln wohl eher thronend denn sitzend den Ritt auf unseren Kamelen genießen.

Wir erreichen am nächsten Tag bald die Aufstiegsstelle bei Akba Assakao, wo wir von den Kamelen absteigen. Der Aufstieg von Akba Assakao ist nicht ganz so hoch und steil wie an anderen Stellen und daher auch für Kamele geeignet – allerdings zur Sicherheit ohne Reiter. So absolvieren wir unseren Aufstieg auf das Hochplateau zu Fuß. Wir reiten und laufen jeden Tag jeweils ca. 2 bis 2 ½ Stunden am Vor- und Nachmittag. An manchen Tagen und abhängig vom Futtervorkommen, Wasser oder der Schönheit der Plätze wird eventuell nur am Vormittag geritten. Wenn wir gut vorankommen und die Zeit reicht, wird auch einmal an einem schönen Platz zwei Mal übernachtet. Gelegentlich unternehmen wir mit unserem Führer kleine Wanderungen um interessante Stellen zu entdecken, die nicht direkt auf unserem Karawanenweg liegen. Unsere Lagerplätze erreichen wir immer lange vor Sonnenuntergang, so dass uns genügend Zeit bleibt, um in aller Ruhe diese reizvolle Landschaft zu entdecken und mit Muße auf uns wirken zu lassen.

Mit unserer kleinen Karawane und unseren Tuaregbegleitern, die alle hier geboren und aufgewachsen sind, bereisen wir in diesen Tagen ein menschenleeres Gebiet abseits aller Touristenpfade, einem Hochplateau mit bizarren und faszinierenden Felsformationen, durchschnitten von Wadis mit feinem Sand und grünem Bewuchs, in denen wir an einigen Stellen möglicherweise auch Wasser finden. Wir befinden uns in einer der typischen Landschaften des Tassili n’Ajjer und bewegen uns in einer Höhe von 1200 bis 1400 Metern. Hier hat der Wind im Laufe der Jahrmillionen seltsame Formationen und Figuren aus den Felsen geschaffen. Eine abwechlungsreiche Landschaft aus Sandsteinformationen, Schluchten und viel Sand. Aber auch Menschen haben ihre Spuren auf den Felsen hinterlassen. So sehen wir in diesem Gebiet auch einige wenige Gravuren und Malereien, die davon zeugen, dass die Sahara einst grün und fruchtbar war. Heute ist diese Gegend eher lebenfeindlich. Nur einige wenige Tuareg-Nomaden trotzen bis heute den Naturgewalten und versuchen ihr traditionelles Leben in der Wüste zu bewahren. In Begleitung von Angehörigen dieses zähen Nomadenvolkes erleben wir in diesen Tagen diese für Autos unzugängliche grandiose Wüstenlandschaft.

Wilde bizarre Felsformationen, die immer wieder die Phantasie anregen – hier zeigt sich die Sahara von einer ihrer wildesten und schönsten Seiten. Am Lagerplatz angekommen können wir noch zu Fuß auf festem Sand durch gigantische Felsformationen bergauf und bergab spazieren und haben Zeit, um die Facetten der Gegend auf uns wirken zu lassen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt beim beliebten Spiel: dieser Stein oder diese Felsformation sieht aus wie...! Mal sind es Schiffe, mal Tiere, mal eigenartige Masken und vieles mehr. Vor allem das Licht der untergehenden Sonne lässt die Landschaft in wundervollsten Farbtönen erscheinen. Nachtlager an Plätzen mit Sand und Felsen. Vom Akba Assakao-Pass ziehen wir über Tehé n’Timeroualen (Pass der Hasen), Tissoukei und In Sakan und mehrere andere Stellen wie Torsset und Ibtal. Wir erreichen Dider und bewundern dort eindrucksvolle Felsbilder. Vor allem die kunstvolle Gravur einer liegenden Gazelle wird uns sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Weiter geht es durch Wadi Sirkia und Wadi Astort bis ins Wadi Tananet. Hier geht unsere Kamelkarawane zu Ende – so heißt es: Abschied nehmen von unseren umsichtigen Kameltreibern und „unseren“ inzwischen vertrauten Dromedaren, die wir nach der gemeinsamen Zeit sicherlich – der eine mehr, der andere weniger – vermissen werden (F/M/A).

27. Tag:
Wadi Tananet – Erg Admer
Nach dem Frühstück fahren wir mit den Geländewagen in die wunderschönen Felsen- und Sandlandschaften von Tikoubaouine und Tilelene, wo wir unsere Fahrt für eine Mittagspause im Schatten hoher Felsen unterbrechen. Am Nachmittag geht es in das Sandmeer des Erg Admer, wo wir unser Nachtlager inmitten der Dünen aufschlagen, Sand soweit das Auge reicht (F/M/A).

28. Tag:
Erg Admer – Djanet
Erg Admer verlassend nähern wir uns nun mit Geländewagen Djanet und rasten zum Mittag in einem sandigen Gebiet mit versprengten Felsen nahe der Oase, nachdem wir am Vormittag in Djanet geduscht und unsere letzten Einkäufe erledigt haben. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung um zu packen und in Ruhe Abschied von den Tuareg und von der Wüste zu nehmen. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen fahren wir am späten Abend zum Flughafen von Djanet. Abschied von unserer Mannschaft. Inlandflug von Djanet nach Algier (F/M/A).

29. Tag
Djanet – Algier – Frankfurt
In den ersten Morgenstunden Ankunft in Algier. Empfang durch unseren Mitarbeiter vor Ort und Transfer zum Internationalen Flughafen von Algier. Rückflug nach Frankfurt (F).

Veranstalter:
Kooperationspartner

Bedu Expeditionen