Algerien

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Wadi Djerat & Tassili n‘Ajjer

15tägige Reise mit 7tägiger Wanderung im Wadi Djerat, Schluchten & Dünen des Tassili

Zu den Höhepunkten zählen:
Linienflug von Frankfurt am Main über Algier nach Illizi; 7tägige Wanderung in Begleitung von Lastkamelen in die Schlucht des Wadi Djerat; Entdeckung zahlreicher und kaum bekannter Felsbilder; Treffen mit den Geländewagen und Weiterfahrt über das Fadnoun-Plateau in wenig bekannte Gebiete des Tassili n'Ajjer; über die schönen Wüstenlandschaften von Afara und Ifadaniouene in die Schlucht von Tamadjert mit ihren gut erhaltenen Felsmalereien; durch flache Ebenen und Wadis weiter in die Dünen des Erg Admer; Rückflug von Djanet über Algier nach Frankfurt am Main.

Termine & Preise:
07.11.2018-21.11.2018  EUR 2490
19.12.2018-02.01.2019  EUR 2490
30.01.2019-13.02.2019  EUR 2490
03.11.2019-17.11.2019  EUR 2490

Rail&Fly (Zug zum Flughafen):  EUR 60

Teilnehmer:
min. 6 - max. 12 Personen (Gruppenreise)
Die Mindestteilnehmerzahl bei dieser Reise beträgt 6 Personen. Sie muss bis 21 Tage vor Reisebeginn erreicht sein, eine Absage ist bis dahin möglich.

Leistungen:
Linienflug mit Lufthansa (Frankfurt-Algier-Frankfurt) und Air Algérie (Algier-Illizi / Djanet-Algier) in der Touristenklasse; Alle Transfers im Zielgebiet; Vollverpflegung; Tour mit Geländewagen und zu Fuß in Wadi Djerat mit Lastkamelen laut Ausschreibung; 1 Hotelübernachtung in Algier; 13 Übernachtungen in Zelten; Mitreisender Koch; Campingausrüstung (Iglu-Zelte, Schaumstoffmatten etc.); Küchenausrüstung (Geschirr, Besteck etc.); Satellitentelefon; Betreuung durch Tuareg-Mannschaft; Deutschsprachige Reiseleitung

Nicht enthalten:
Visumgebühren für Algerien;

Anforderungen:
Abenteuerlust und Komfortverzicht. Tagesetappen zu Fuß und per Geländewagen von ca. 4-6 Stunden, an den Tagen mit Geländewagen nahezu täglich ein optionaler ½ bis einstündiger Spaziergang nach dem Frühstück. Tages-temperaturen von ca. 25 – 30°, Nachttemperaturen von ca. 10– 15° bei Höhen von ca. 500 - 1100 m.
Schutzimpfung gegen Hepatitis A + B wird empfohlen.

Mobilitätshinweis:
Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass diese Reise grundsätzlich für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet ist. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an, evtl. können wir eine Lösung finden.

Tourverlauf:

1. Tag
Frankfurt – Algier
Hinflug am Morgen von Frankfurt nach Algier. Ankunft gegen Mittag. Empfang durch unseren Mitarbeiter vor Ort und Fahrt nach Algier. Hotelübernachtung (A).

2. Tag
Algier – Illizi
Am frühen Morgen Weiterflug nach Illizi im Südosten Algeriens, wo wir im Laufe des Vormittag landen. Empfang und Transfer durch unsere Tuareg-Mannschaft und nach einem Mittagessen und einer Mittagpause in der Wüste Fahrt mit Geländewagen zu unserem ersten Nachtlager, wo die Lastkamele am Eingang des Wadi Djerat bereits auf uns warten. Wir übernachten in Zelten oder unter freiem Himmel und genießen die Ruhe der Wüste (F, ME, AE).

3. – 9. Tag
Wanderung in Wadi Djerat
Für die nächsten sieben Tage werden wir ausschließlich zu Fuß ca. 2 ½ Stunden jeweils am Vor- und am Nachmittag wandern. Unser Gepäck, die Ausrüstung und die Verpflegung für die gesamten sieben Tage werden von Lastkamelen getragen, da das Wadi Djerat für Autos nicht zugänglich ist. Wir selber tragen nur das Notwendigste im Rucksack (Kamera, Wasserflasche etc.). Um die Kamele nicht übermäßig zu strapazieren, sollte ein jeder für diese sieben Tage der Wanderung möglichst eine kleinere separate Tasche einplanen, damit alles andere überflüssiges Gepäck bei den Geländewagen bleiben kann. Die Fahrer werden es dann nach der Wanderung zum Treffpunkt mitbringen. Das Gepäck für die Zeit der Wanderung sollte 10 Kilogramm nicht überschreiten und idealerweise in einer robusten kleinen Reisetasche verstaut sein.

Nachdem alle startklar sind, brechen wir auf zu unserer Wanderung. Wir wandern mit einem einheimischen Tuareg-Führer, der uns zahlreiche versteckte Felsgravuren und Felsmalereien zeigt. Die Lastkamele mit unserem Gepäck und den Koch treffen jeweils am Mittag und am Abend wieder. Zwei Reitkamele bleiben für Notfälle bei uns, falls jemand Kräfte sparen und doch lieber reiten möchte. Gute Kondition, etwas Ausdauer, sowie Wüstenklimaverträglichkeit sind Voraussetzung für ein problemloses Absolvieren dieser 7-tägigen Wanderung. Die Strecke ist jedoch nicht zu extrem und für jeden gesunden und geübten Wanderer gut zu bewältigen.

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Henri Lhote (1903 – 1991), ein französischer Archäologe, war in den 1950er Jahren der erste Europäer, der mit Hilfe des Tuaregführers Jebrine Ag Mohamed die Felsbilder des Tassili n’Ajjer detailliert erforschte und katalogisierte, so auch hier Wadi Djerat. Seine Veröffentlichungen machten diese Kunstschätze einer breiten internationalen Öffentlichkeit in Europa und im Rest der Welt bekannt.

Nach den vorherrschend dargestellten Motiven hat man die Felsbilder der Sahara in fünf große Gruppen eingeteilt und in einen groben zeitlichen Rahmen eingeordnet. Am Beginn steht die „Jägerperiode, oder Bubalus-Periode“ vor 6.000 v. Chr. gefolgt von der „Rundkopf-Periode“, 6000 – 5000 v. Chr.; der „Rinder-Periode“, 5000 – 2500 v. Chr.; danach die „Pferde-Periode“, 1500 v. Chr. – Zeitwende und am jüngsten sind sie Felsbilder aus der „Kamel-Periode“, Zeitwende bis heute.

Die ältesten Felsbilder sind durch Bilder gekennzeichnet, auf denen vorwiegend Wildtiere dargestellt sind, wie zum Beispiel der Bubalus antiquus, eine ausgestorbene Büffelart. Ein Zeichen dafür, dass das Gebiet damals von Jägern bewohnt wurde. Diese Jäger- oder Bubalus-Periode wird für den Zeitraum 6.000 v. Chr. angesetzt. In der Zeit von etwa 6000 v. Chr. bis 5000 v. Chr. tritt dann der Mensch selbst in den Mittelpunkt des Interesses. Die dargestellten Figuren gaben aufgrund ihrer oft kreisförmig dargestellten Köpfe dieser Periode ihren Namen – Rundkopf-Periode. Malereien dieser Periode sind bisher nur aus dem Tassili n’Ajjer Algeriens und dem Akakus Libyens bekannt.

Von 5000 bis mindestens 2000 v. Chr. wurden dann die Wildtiere und Jäger von Menschen abgelöst, die sich große Haustierherden hielten und Fels- und Höhlenbilder in einem hervorragenden naturalistischen Stil malten. Diese Periode wird allgemein als Rinderzeit bezeichnet.

Etwa um 1.000 v. Chr., als die Sahara durch Handels- oder Militärexpeditionen vom Norden her erschlossen wurde, führte man das Pferd ein; um diese Zeit wurde das Klima in der Sahara allmählich trockener. Diese Periode wird als Pferdezeit bezeichnet. Kamele kamen um die Zeitwende auf und verdrängten schließlich sowohl Viehherden als auch Pferde – was darauf schließen lässt, dass sich damals die Sahara immer mehr in Wüste verwandelte. Die lebenserhaltende Vegetation wurde spärlicher – wahrscheinlich infolge langfristiger klimatischer Veränderungen, deren Auswirkungen vielleicht durch Überweidung noch verschlimmert wurden – und die Sahara-Völker mussten schließlich ganz in andere Gegenden auswandern weswegen große Teile der Sahara heute menschenleer sind.

Die Wege im Wadi Djerat sind teils steinig, teils aus weichem Sand, manchmal gehen wir über flache Felsbrocken aus Granit und Basalt. An einigen Stellen des Wadis gibt es Gueltas mit Wasser und überall wachsen wüstentypische Pflanzen und Bäume. Am Abend des 9. Reisetages endet unsere Wanderung im Wadi Ougdaden. Hier treffen wir wieder auf die Geländewagen (F/M/A).

10. Tag
Wadi Djerat – Afara
Heute nehmen wir Abschied von unseren Wanderbegleitern samt Kamelen und fahren mit Geländewagen auf der Hauptstraße in südlicher Richtung. Schon bald erreichen wir hinter einem Pass das Fadnoun-Plateau. Wir fahren durch eine aus Sandsteinformationen bestehende Berglandschaft, mal ist die Straße gerade mal kurvenreich. Zum Mittag unterbrechen wir unsere Fahrt für ein Mittagessen im Schatten von Felsen im Gebiet von Tassat. Nach einer weiteren Fahrt am Nachmittag erreichen wir am Abend unser Nachtlager in Afara. In dieser schönen Kulisse aus Sandsteinformationen und Dünen schlagen wir unser Nachtlager auf (F/M/A).

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11. Tag
Afara – Tamadjert – Ifadaniouen
Nach dem Frühstück setzen wir unsere Fahrt durch eine Zauberlandschaft fort. Wir entdecken zahlreiche wenig bekannte Felsbilder. Gegen Mittag erreichen bald das Gebiet Tamadjert und das gleichnamige Dorf. Hier in einer Höhle am Rande eines Wadis und einer Schlucht gibt es sehr schöne und gut erhaltene Felsmalereien zu bestaunen, die nur wenigen Sahara-Reisenden bekannt sind. Vor allem die Darstellung von Pferden mit Streitwagen gehört zu den schönsten Felsbildern in der Region. Die Felsmalereien sind datiert auf die Garamanten-Zeit ca. 1000 Jahre v. Christi Geburt und auch nach über 3000 Jahren Dank des Schutzes der Höhle in gutem Zustand erhalten.
Hier in der Schlucht von Tamadjert treffen wir auf einige Tuareg-Familien, die früher als Nomaden lebten und heute etwas Landwirtschaft betreiben. Sie wohnen in Häusern und in Hütten aus Stroh, konnten sich aber, nachdem sie sesshaft geworden waren, nicht von ihren Ziegen und Kamelen trennen. Die Tuareg sind zwar Meister der Anpassung wenn die Natur sie zwingt, verzichten aber schwer auf ihren gewohnten Lebensstil. Nach der Bewunderung der Felsbilder verlassen wir Tamadjert, fahren aus der Schlucht heraus und fahren in eine bizarre Berglandschaft mit hohen Sandsteinfelsen durchzogen von einigen Schluchten und Wadis, eine wilde Urlandschaft, deren Reiz die verschiedenen Lichtstimmungen kontinuierlich erhöhen. Bald erreichen wir die wenig bekannte und faszinierente Felslandschaft von Ifadaniouen. In dieser Zauberlandschaft suchen wir uns einen schönen Platz für unser Nachtlager (F/M/A).

12. Tag
Ifadaniouen – Wadi Ahaladjem – Mont Tazat
Wir verlassen das Gebiet von Ifadaniouen und nach einigen Wadis und Ebenen erreichen wir das mit seinen zahlreichen Tamarisken grüne Wadi Ahaladjem wo wir unsere Fahrt für eine Mittagpause unter einer Tamariske oder einer Akazie unterbrechen. Am Nachmittag setzen wir unsere Fahrt fort bis wir den markanten Berg Mont Tazat erreichen in dessen Nähe wir heute unser Nachtlager auf sandigen Untergrund aufschlagen. Am Abend sitzen wir am Lagerfeuer und warten auf den allabendlichen Tee. Eine Köstlichkeit, die uns am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel möglicherweise in romantische Stimmung versetzt. Die kleine Emaillekanne steht auf dem glimmenden Feuer. Jeder Gast erhält drei Gläser. " Das erste bitter wie das Leben, das zweite süß wie die Liebe, und das dritte sanft wie der Tod" (F/M/A).

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13. Tag
Mont Tazat – Erg Admer
Heute durchqueren wir einige Wadis mit Tamarisken wie Wadi Tanat und Serssouf bevor in der Ferne die Dünen des Erg Admer auftauchen. Nach einer Mittagpause fahren wir am Nachmittag durch eine Felsenlandschaft und suchen am Abend einen schönen Lagerplatz im Sandmeer des Erg Admer. Spätestens jetzt müsste jeder Liebhaber von Dünenlandschaft in seinem Element sein. Sand so weit das Auge reicht. In diesem Sandmeer schlagen wir unser Nachtlager auf und können im Abendlicht die Schönheit und Unberührtheit der Landschaft genießen (F/M/A).

14. Tag
Erg Admer – Djanet
Wir frühstücken in aller Ruhe bevor wir die Dünen verlassen und nach Djanet fahren, das wir nach einem Stopp bei der berühmten Felsgravur der „weinenden Kühe“ noch am Vormittag erreichen. Nach Erledigung der letzten Einkäufe, fahren wir gegen Mittag zu unserem Lager, wo uns unser Koch mit einem köstlichen Mittagessen verwöhnt. Der Nachmittag steht jedem am Wüstenlager zur freien Verfügung um zu packen, in Ruhe Abschied zu nehmen oder einfach noch einmal die Stille der Wüste zu genießen. Nach einem letzten Abendessen unter dem Sternenhimmel der Sahara im Kreise unserer einheimischen Begleiter fahren wir am Abend zum Flughafen von Djanet und fliegen in der Nacht nach Algier (F/M/A).

15. Tag
Djanet – Algier – Frankfurt am Main
Am frühen Morgen Ankunft in Algier und Wechsel zum Internationalen Flughafen. Rückflug nach Frankfurt am Main. Ankunft am frühen Nachmittag.

Veranstalter:
Kooperationspartner

Bedu Expeditionen