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SINAI
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Karawane in die
Weiße Wüste
Kameltour für Wüstenwanderer und Reiter in die bezaubernd schönen Landschaften der
Weißen Wüste südlich der Oase Bahariya. Nach dem Transfer von Kairo nach Bawiti bringen die Geländewagen die Gruppe zum Karawanentreffpunkt. Während der nächsten 7-8 Tage ziehen wir im
Rhythmus der Karawane nach Süden und erreichen wandernd oder reitend die
kalkweißen Landschaften der Weißen Wüste. Wir wähnen uns zwischen den bizarren Felsen und den Dünen wie im Zauberland, erinnern uns an die Karawanen des Forschers
Rohlfs und lauschen am Lagerfeuer den Geschichten unserer Karawanenführer. Hin und wieder kreuzen wir Wadis mit einigen Palmen oder stoßen auf Brunnen, um unsere Wasservorräte zu ergänzen.
Die Geländewagen holen die Gruppe wieder ab und nach einem Abstecher in die Oase Farafra fahren wir zurück nach Bawiti und von dort mit dem
Transferfahrzeug nach Kairo, wo Zeit
für fakultative Ausflüge bis zum Rückflug bleibt.
Termine & Preise:
29.01.2012-12.02.2012 EUR 1350
19.02.2012-04.03.2012 EUR 1350
04.03.2012-18.03.2012 EUR 1350
01.04.2012-15.04.2012 EUR 1350
weitere im Herbst 2012
EZ/EZelt-Zuschlag: EUR 80
Preis zzgl. Flug nach Kairo (ab ca. EUR 450)
Leistungen:
• in Kairo
Transfers und Hotel (DZ mit Frühstück)
• Transferfahrt nach Bawiti
• Fahrt in Geländewagen (ortsüblicher Zustand)
• einheimische Fahrer/Führer
• einheimische Kamelführer, Last- u. Reitkamele, Begleitfahrzeug
• Übernachtung im Freien oder Zelt auf Wunsch, Isomatten
• Verpflegung aus der Expeditionsküche
• Reisebegleitung (europäische oder örtliche, Sprachen deutsch oder englisch)
• Reiserücktrittskostenversicherung
Nicht enthalten:
Visumgebühren (ca. 15 EUR), gelegentliche Restaurantessen und persönlich bestellte Getränke (speziell am Beginn und Ende der Tour), weitere evtl. anfallende Hotelaufenthalte, Trinkgelder, evtl. Flughafengebühren, evtl. Taxikosten und Eintrittsgebühren in Kairo,
Unvorhergesehenes
Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen
Tourverlauf:
1.-2. Tag: Flug nach Kairo, Fahrt nach Bawiti
Flug von Frankfurt nach Kairo. Je nach Ankunftszeit des Fluges Übernachtung in Kairo und am nächsten Morgen früh Aufbruch zur Fahrt nach Bahariya oder gleich am selben Tag Transfer in die Oase.
Bawiti, das zur Oasenkette von Bahariya gehört und in dessen Ortsmitte sowie in unmittelbarer Nähe 1996 eines der größten Gräberfelder der griechisch-römischen Dynastien (zwischen 332 v Chr. und ca. 400 n. Chr.) gefunden wurde, kann während eines kurzen Rundgangs besucht werden (römische Quelle, Palmenhaine und Gärten). Es wird zur Zeit intensiv gegraben und geforscht durch Ägyptologen, aber die Grabstätten sind noch nicht der Öffentlichkeit freigegeben. Jedoch besteht hin und wieder die Möglichkeit einige der “goldenen Mumien” sowie zwei Gräber zu besuchen (je nach Zeit, die zur Verfügung steht bzw. Öffnungszeiten des Museums). In Bawiti sind unsere ägyptischen Begleiter zuhause, während des Mittagessens werden die letzten Reisevorbereitungen getroffen und die Ausrüstung in den Geländewagen verstaut. Nachtlager evtl. außerhalb von Bawiti, in der Nähe einer warmen Quelle oder Unterbringung im Hotel.
3.- ca. 6. Tag: Tropfsteinhöhlen in der Sahara und die Abu Muharik Düne
Aufbruch voraussichtlich am nächsten Morgen mit den Geländewagen zur Erkundung der westlichen Wüste Ägyptens Richtung Osten bzw. Südosten. Zunächst geht es durch flache, eintönige Serirlandschaften, bald jedoch tauchen Dünen und Hügel auf und die Gegend wird von “Riesen-Maulwurfshügeln” belebt.
Wir erreichen die Abu-Muharik-Düne, aus deren Sand einige Kalkfelsen aufragen. Leider ist das Gelände zu Füßen dieses riesigen, langgestreckten Dünenzugs sehr schwierig, extrem zerfurcht und brüchig, weshalb sich die Fahrzeuge westwärts davon halten müssen. Wir stoßen auf eine alte Karawanenstraße, die uns zu einem der Reisehöhepunkte führt: während der ersten Pilot-Tour im Oktober 1999 konnten wir die Position der Tropfsteinhöhle Djara ausfindig machen, welche 1873 vom Forscher Gerhard Rohlfs erstmals für die außerägyptische Welt entdeckt wurde. Sicherlich wussten die Karawanenführer längst vergangener Zeiten von dieser Höhle; Rohlfs wurde während seiner Expedition durch seinen Führer darauf aufmerksam gemacht und erreichte die Höhle am Weihnachtstag 1873. Rohlfs hatte wenig Zeit, die Höhle gründlicher zu untersuchen; sie geriet danach wieder in Vergessenheit, bis sie von Carlo Bergmann (bekannt durch seine Kameltouren in der Ägyptischen Wüste) 1990 “wiederentdeckt” und von Wissenschaftlern der Universität Köln genauestens erforscht wurde. Wenn möglich, werden wir die große Höhle mit prächtigen Stalaktiten, dicken Säulen und einigen Stalagmiten besichtigen, uns dabei jedoch so vorsichtig und rücksichtsvoll wie möglich verhalten. Einmal wegen der bestehenden Einsturzgefahr der Höhlendecke, zum anderen um nichts zu beschädigen. Noch gibt es keine Reglements und Restriktionen, die Verantwortung liegt bei uns.
Inzwischen haben wir eine weitere Höhle gefunden, welche sogar steinzeitliche Gravierungen und Felsbilder beherbergt.
Wir folgen der Karawanenstraße weiter in westlicher Richtung, kurzzeitig durch unspektakuläre Serir- und Hammadalandschaften, bis die Gegend bald wieder abwechslungsreicher wird und eine erste imposante Abbruchkante zu überwinden ist. Tafelberge und pittoreske Einzelberge tauchen auf, wir finden vielleicht versteinerte Muscheln, Seeigel und Haifischzähne.
Kurz darauf wird die zweite, landschaftlich noch eindrucksvollere Abbruchkante (Al Aqabat) erreicht, zu deren Füßen sich die ersten Ausläufer der Weißen Wüste erstrecken. Eine kurze Fahrtetappe bringt uns direkt in die Wunderwelt der Weißen Wüste, wo wir am Karawanentreffpunkt auf unsere Karawanenbegleiter und die Kamele treffen.
7.- ca. 13. Tag Karawane durch die Weiße Wüste
Während der nächsten ca. 7 Tage werden wir reitend oder laufend unterwegs sein. Das gesamte Gepäck, Küchenausrüstung, Zelte, Windschutz, Wasser, persönliches Reisegepäck der Gruppe etc. wird von einem Begleitfahrzeug befördert, welches jedoch nicht mit der Kamelkarawane mitfährt, sondern sich selbständig vorausbewegt und jeweils am Mittags- bzw. Übernachtungsplatz die Gruppe erwartet.
Die Tagesetappen werden zwischen 5-7 Stunden pro Tag (ca. 18-20 km) lang sein, immer unterbrochen von einer angenehmen, erholsamen Mittagsrast. Sie entscheiden selbst, ob Sie laufen oder reiten möchten; der Tagesrucksack kann am Kamelsattel befestigt werden, so dass man ganz unbelastet gehen kann.
Die Karawanenstrecke führt in der Regel vom Treffpunkt (Al Aqabat), einer Region mit großen ockerfarbenen Kalkfelsen in die sandigen Wadis Hennes und El Kebir zum Brunnen Magic Spring. Diese Quelle in der Wüste ist seit römischer Zeit bekannt und wird gern genutzt, soll sie doch laut unseren Begleitern das beste Wasser der westlichen Wüste liefern. In der Nähe des dichten Palmbuschs gibt es römische Hausfundamente und Überreste aus dieser Epoche zu sehen. Unsere Kamele werden sich am Wasser der Quelle laben und für uns besteht sicherlich die Möglichkeit, etwas Waschwasser zu ergattern.
Die weitere Strecke bringt uns durch sandiges Terrain Richtung Abbruchkante, die wir schon mit den Geländewagen kennengelernt haben und entlang der Kante durch die Karawein-Dünen zum Brunnen von Bir
Karawein.
In der Umgebung des Brunnens wurden einige landwirtschaftliche Projekte angelegt, da man durch Tiefenbohrungen große Wasservorräte im Wüstenboden angezapft hat. Hier stoßen wir auf eine neue
Asphaltstraße, die nach Farafra führt. Uns interessiert jedoch lediglich der Brunnen, um evtl. Wasservorräte aufzufüllen bzw. die Kamele zu tränken, bevor wir in der nähren Umgebung bei einigen Tamariskenhügeln campieren.
Danach wenden wir uns wieder der Weißen Wüste zu, und zwar voraussichtlich weiter westlich. Zwischen bizarr verwitterten, blendend weißen Kalksteinfelsen bewegen wir uns wie in einer Zauberwelt. Hohe Felsen mit angewehten Sanddünen, bieten einen weiten Ausblick über diese wunderschöne, die Phantasie anregende Landschaft. Die Übernachtungsplätze wählen wir nicht nur nach Schönheit, sondern auch danach aus, ob sich für unsere Kamele etwas Weide finden lässt. Trotzdem werden wir grandiose Campierplätze finden.
Jeder Karawanentag bringt neue phantastische Anblicke und wir können uns satt sehen an Pilzfelsen, “Eisbergen”, “Gletschern”, "Kobolden" und was sonst noch der menschlichen Vorstellungskraft einfällt. An einem geeigneten Treffpunkt verabschieden wir uns von der Karawanenmannschaft und kehren mit den Fahrzeugen auf der
Asphaltstraße zurück nach Bawiti.
14.-15. Tag: Rückfahrt nach Kairo und Rückflug
Wir werden den letzten Abend möglichst außerhalb im Gelände verbringen, um die Wüstenzeit ausklingen zu lassen, bevor der Transfer zurück auf der
Asphaltstraße Bawiti-Kairo (ca. 5 Stunden Fahrtzeit) uns zum Rückflug Kairo - Frankfurt bringt. Nach Möglichkeit sollte vor dem Rückflug eine Übernachtung in Kairo stattfinden, so dass fakultativ ein halber Tag für Kairo zur Verfügung steht. Dies hängt jedoch voll und ganz von den Flugzeiten der Egypt Air ab.
(Text: ©
S. + R. Jarosch)
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