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Gilf Kebir & Great Sandsea

3wöchige Geländewagentour auf den Spuren der legendären Expeditionen des Grafen Almasy in den tiefen Südwesten der westägyptischen Wüste

• Geländewagentour mit Expeditionscharakter in den tiefen Südwesten der ägyptischen Wüste im Dreiländereck von Libyen, Sudan und Ägypten
• Fahrt von Kairo zum Qaroon-See
• Abu Muharik Düne & Tropfsteinhöhle Jara
• Oase Dakhla, Altstadt von El Qasr
• Jebel Uweinat & Karkur Talh
• Clayton Krater, Gilf Kebir-Süd, Denkmal von Kemal Ed Din
• Wadi Sura, Erkundung der Felsbildhöhlen (Höhle der Schwimmer u.a.)
• über El Aqaba in den Norden des Gilf Kebir Plateaus
• Wadi Abdelmalik (das legendäre “Zarzura”), kurze Treks
• Great Sandsea & Silica Glass
• Abu Ballas - der “Vater der Krüge”
• Rückfahrt über Fafrafra - Bahariya - Weiße Wüste nach Kairo

Termine & Preise:
27.03.2011-17.04.2011  EUR 2300
weitere wieder ab 2012
EZ/EZelt-Zuschlag:  EUR 150
Preis zzgl. Flug nach Kairo (ab ca. EUR 650)

Leistungen:
• in Kairo Transfers und Hotel (DZ mit Frühstück)
• Transferfahrt nach Bawiti.
• Fahrt in Geländewagen (ortsüblicher Zustand), einheimische Fahrer/Führer
• Übernachtung im Freien oder Zelt auf Wunsch, inkl. Isomatten
• Verpflegung aus der Expeditionsküche
• Reisebegleitung (europäische oder örtliche, Sprache deutsch oder englisch)
• Reiserücktrittskostenversicherung

Zusätzliche Kosten:
• Flug (Lufthansa ab ca. 650 EUR inkl. tax)
• Visumgebühren (ca. 15 EUR)
• gelegentliche Restaurantessen
• persönlich bestellte Getränke (speziell am Beginn und Ende der Tour)
• weitere evtl. anfallende Hotelaufenthalte
• Trinkgelder
• evtl. Flughafengebühren
• evtl. Taxikosten und Eintritte in Kairo
• Unvorhergesehenes

Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen

Tourverlauf:       

1. bis 2. Tag: Anreise und erstes Camp in der Wüste
Flug von Frankfurt nach Kairo, Übernachtung im Hotel und am nächsten Tag Aufbruch mit den Geländewagen in Richtung Fayoum zum Qaroon-See. Erstes Camp im Freien weit nördlich und oberhalb des Sees, wo es keine Stechmücken gibt. In der Umgebung finden sich zahlreiche historische Stätten, von denen einige besichtigt werden können, wie z.B. Qasr El Sagha und Madinet Dimai (Grenzbefestigungen, sowie Tempel- u. Häuserreste aus dem Mittl. Reich bzw. aus ptolemäischer Zeit).

3.- ca. 6. Tag: Durch die östliche Weiße Wüste nach Dakhla
Bevor die Oasenkette von Bahariya (die auf dem Rückweg besucht werden kann) erreicht wird, biegen die Fahrzeuge ins Gelände ab und fahren zum längsten Dünenzug Ägyptens, der Abu Muharik Düne. Lager vielleicht am Fuß des Ghurd Abu Muharik, der sich etwa 400 km von Nordwesten nach Südosten bis zur Oase Kharga erstreckt.
Entlang des Dünenzugs geht es in südlicher und später westlicher Richtung zur Tropfsteinhöhle Djara (und evtl. noch zu einer neu entdeckten Höhle mit Felsbildern!), einem echten Höhepunkt der Reise und weiter nach Süden zur Oase Dakhla. Besuch des alten Ortsteils El Qasr, Übernachtung in einem kleinen Hotel und letzte Vorbereitungen für die Fahrt in den tiefen Süden.

7.- ca. 9.Tag: Fahrt zum Djebel Uweinat und Wanderung im Karkur Talh
Aufbruch mit den nun vollbeladenen Geländefahrzeugen nach Bir Sahara, einem wichtigen Streckenposten auf dem Weg zum Djebel Uweinat.
Nach Erreichen des Djebel Uweinat campiert die Gruppe im Einzugsbereich des Karkur Talh, eines der Haupttäler des Uweinat. Erkundung des Tals und Suche nach Felsbildstätten zu Fuß, unter Führung des einheimischen Guides. Das Karkur Talh wird auch “Akaziental” genannt, Ladislaus Almasy erforschte 1933 ausgiebig die Region, welche somit auch der “nicht-wissenschaftlichen Welt” ein Begriff geworden ist.

10.- ca. 13. Tag: Felsbildexkursion und Überquerung des Gilf
Vom Djebel Uweinat führt die Piste weitgehend nördlich zu einigen markanten Landmarken wie den Clayton Craters, einer Gruppe vulkanischer Krater und zum Denkmal für Kemal Ed Din (errichtet von L. Almasy), welches an der Südspitze des Gilf Kebir liegt.
Das Plateau des Gilf Kebir erhebt sich nicht so hoch wie der Djebel Uweinat, jedoch ragt es mächtig über die umgebende flache Sandlandschaft auf. Begleitet von der Arkanu-Düne setzen wir den Weg westlich am Plateau entlang fort und erreichen das Wadi Sura, welches u.a. die “Höhle der Schwimmer” beherbergt. In der Region steht Zeit zur Verfügung, auch andere Felsbildhöhlen zu erkunden, so etwa die sogenannte "neue Höhle", die wir und unsere Partner wiederentdeckt haben. Sie ist wesentlich schöner als die allgemein bekannte "Höhle der Schwimmer". Es gibt Malereien und Gravierungen von feinster Detailtreue, unbeschreiblich vielfältig, verschiedene Epochen neben- und übereinander, Menschengruppen, Figurenfriese, Schwimmer, Riesenfiguren, Tiere, Masken...
Nochmal entlang der Westwand (nun wieder nach Süden) des Gilf und dann über den Pass von El Aqaba auf das Plateau hinauf bringen die Fahrzeuge die Gruppe und wenden sich dann nach Nordwesten, um über einen steilen Pass hinunter zum Wadi Abdelmalik zu gelangen. Damit ist der Nordrand des Plateaus erreicht und es bieten sich herrliche Ausblicke auf die heranwogenden Dünen der Großen Sandsee. Beim schwierigen Auf- und Abstieg empfiehlt es sich, zu Fuß zu gehen; Bewegung tut gut und die Fahrzeuge werden entlastet.

14.- ca. 15. Tag: "Oase" Zarzura, Great Sandsea und Silica Glas
Im Wadi Abdelmalik, dem längsten der drei nördlichen, großen Wadis, welches auch heute noch von zahlreichen Bäumen bestandenen ist, lag das sagenumwobene “Zarzura” der historischen Berichte. Von L. Almasy zum erstenmal besucht, vorher jedoch bei einem Flug bereits aus der Luft von seinen Reisebegleitern geortet. Seinen heutigen arabischen Namen erhielt es nach dem letzten, ständigen Bewohner, einem Karawanier, aus dem Stamm der Zwaya.
Die Fahrzeuge lösen sich vom Plateaurand und befahren schwierige Sandpassagen durch die Große Sandsee (Bahr ar Rimal) auf dem Weg zu den Fundstellen des Silica Glas (in letzter Zeit sehr bekannt geworden durch die Geo-Reportage von Uwe George Geo Nr. 10/Okt. 2000).
Wir möchten nachdrücklich darauf hinweisen, dass die Wissenschaftler vom Kölner Institut für Afrikanistik unter der Leitung von R. Kuper hier geforscht haben und noch weiter forschen werden. Um keine Fundzusammenhänge zu zerstören, bitten wir alle Reiseteilnehmer, sich in dieser Region (natürlich auch in allen anderen!) äußerst vorsichtig und zurückhaltend zu bewegen und „außer Fotos nichts mitzunehmen”.

16.- ca. 18. Tag: Zurück auf das Gilf Kebir durch das Wadi Hamra, Querung nach Osten, Mud Pans und Abu Ballas
Nochmals erklimmen wir das Gilf Plateau, und zwar durch das Wadi Hamra, das "rote Tal". Später wendet sich der Weg in Richtung Osten, um zu den Mud Pans und schließlich nach Abu Ballas zu navigieren. Eine alte Karawanenroute verband Abu Ballas mit dem ca. 160 km westlich gelegenen Dakhla und Carlo Bergmann hat während seiner zahlreichen Erkundungsreisen noch viele weitere solcher Depots entdeckt.
Die westlichen oder südlichen Endpunkte der Route sind noch nicht bekannt; recht sicher scheint die Erkenntnis zu sein, dass man zur damaligen, noch nicht näher einzuordnenden Zeit, mit Eseln unterwegs war und wahrscheinlich Wasserdepots angelegt wurden, damit Karawanen überhaupt möglich waren. Leider ist Abu Ballas, "der Vater der Krüge" inzwischen sehr viel besucht und auch stark geplündert.

19.- 22. Tag: Letzte Eindrücke in der Region von Farafra und Bawiti, Rückfahrt nach Kairo, Rückflug
Zügige Fahrt nun nach Dakhla, Besichtigung der Altstadt El Qasr, falls es bei der Hinfahrt keine Gelegenheit dazu gab. Hotelübernachtung und eine wohlverdiente Dusche oder ein Bad in einer der warmen Quellen, in der näheren Umgebung.
Auf Asphalt nun über Farafra und Bahariya zurück nach Kairo. Sollte noch Zeit bleiben, kann noch ein kurzer Abstecher in die westliche Weiße Wüste erfolgen oder evtl. die Besichtigung einer Grabkammer (jüngste Mumienfunde) in Bawiti.
In Kairo angelangt, checken wir im Hotel ein und haben, sofern der Reservetag nicht an anderer Stelle verbracht wurde, den nächsten Tag für fakultative, selbständige Ausflüge und Besichtigungen zur freien Verfügung, wie z.B. Ägyptisches Museum oder Pyramiden von Gizeh oder das Basarviertel Khan El Khalili etc. Unsere ReisebegleiterIn, bzw. der örtliche Begleiter gibt Tipps für die Taxifahrten.
Transfer zum Flughafen und Rückflug Kairo - Frankfurt. (Text: © S. + R. Jarosch)

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