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Musandam
Die Exklave Musandam liegt im äußersten Norden Omans an der Straße
von Hormuz. Sie ist durch einen Korridor von etwa 90 km Breite,
der zu den V.A.E. gehört, vom restlichen Oman abgetrennt. Das knapp
2000 km² große Gebiet wird von mächtigen Bergen bestimmt, die
eine geologische Fortsetzung des Oman-Gebirges sind. Die
Kalksteinfelsen aus den Zeiten des Oberen Jura und der Unteren Kreide
gehören zu den schönsten Bergwelten der Arabischen Halbinsel. Die
Felsen werden von den Einheimischen „Ru’us al-Jibaal", die
„Köpfe der Berge" genannt.
Seine größte Höhe erreicht das Gebirge mit 2087 m am Jebel
Harim. Die steil zum Wasser abfallenden Berge bilden fjordähnliche
Buchten, die Musandam den Beinamen „das Norwegen Arabiens"
eingebracht haben.
Musandam teilt den Golf von Oman und den Persisch-Arabischen Golf. Die
Halbinsel ragt steil in die Straße von Hormuz hinein, und die
vorgelagerten Quoin-Inseln engen die schmale Meerenge weiter ein.
Durch seine Lage hat Musandam eine hohe strategische Bedeutung.
Wichtige Militärstützpunkte wurden hier errichtet.
Der Hauptort Khasab ist vor allem als Standort für die Erkundung der
Halbinsel geeignet. Aber auch das muntere Treiben im Hafen am
Vormittag und späten Nachmittag ist einen Besuch wert. Iranische
Schmugglerboote kommen dann in großer Zahl, um iranische Ziegen und
Schafe zu bringen und dafür Zigaretten und elektronische Geräte mit
zurück zu nehmen. Auf omanischer Seite ist dies ein legaler Handel -
auf iranischer geht die Küstenwache gegen den Schmuggel vor.
Ausflüge von Khasab führen auf den Jebel Harim mit einer
fantastischen Aussicht und per Dhau in den Khor Shimm, dem schönsten
der Fjorde.
Zur Provinz Musandam gehört auch die kleine Exklave Madha, die mit
einer Fläche von nur wenigen Quadratkilometern inmitten der V.A.E.
nördlich von Fujairah liegt.
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