Gobi-Expedition
Dreiwöchige Reise im
Geländewagen

Der Süden der Mongolei wird beherrscht von der Landschaft der Wüste Gobi. Keimzelle des Mongolenimperiums, Knotenpunkt der Seidenstraße, Chinas Sprungbrett ins All - die Wüste Gobi hat Geschichte geschrieben und ist dennoch in vielen Bereichen noch heute eine Terra Incognita, eine unbekannte Welt. Die Dimensionen der Wüste Gobi sind gigantisch. Rund 2000 Kilometer lang und bis zu 1000 Kilometer breit ist die Wüste und erstreckt sich dabei von Ulan Bator im Norden bis zum Kunlun Shan-Gebirge im Süden, von den Ausläufern des Tien Shan im Westen bis zur Mandschurei im Osten. Sie gilt damit nach der Sahara als zweitgrößte Wüste der Erde.
Die Gobi ist aufgrund ihrer Höhenlage eine Kältewüste und daher nicht mit der Sahara oder anderen Wüsten zu vergleichen. Parallelen wird der Wüstenfreund dennoch finden angesichts der unendlichen, nahezu unbesiedelten Weiten, der einmaligen Sanddünen und schroffer Felsformationen. Wer einmal die klaren Sternennächte in der Gobi erlebt hat, wird sie nicht so schnell wieder vergessen.
Diese Tour führt ohne Umwege direkt hinein in die Gobi bis fast zur chinesischen Grenze. Der Tourenplan führt Sie aber auch zu den Fundstellen von Dinosaurierknochen und bietet Ihnen dazu die Möglichkeit, die Lebensform der Nomaden in der Gobi kennen zu lernen. Dinosaurierfunde sind nicht die einzigen Zeugen in dieser Region, die darauf hinweisen, dass die Gobi früher einmal vegetationsreich war.
An unterschiedlichen Orten auf dieser Reise werden sie immer wieder fast unberührte Felsenzeichnungen finden. So zum Beispiel am Tevish Uul (Uul = Berg). Aber nicht nur dort werden wir Felsenzeichnungen finden, auch am einsam und schwer zu erreichenden Berg Bichigt Khad.
Die Fahrt zum durch Schmelzwasser geformten Canyon am Rande des Nemengt Gebirges zählt mit zu den Höhepunkten auf dieser Tour. Wind und Sand gaben dem Canyon den letzten Schliff. Das Gebiet um das Nemengt Gebirge ist sehr dünn besiedelt. Hier werden Sie kaum noch Nomaden antreffen.
Vom Nemengt geht es über wenig befahrende Pisten wieder in den nördlichen Teil. Die Gobireise wird aber auch ausreichend Zeit geben, um mit dem Leben der Nomaden in der Gobi in Kontakt zu kommen. Sie werden die Gastfreundschaft dieser sehr verstreut lebenden Nomaden erleben können. Unsere Führer, aber auch die Fahrer, die oft in der Gobi Verwandte haben, werden Sie einladen und in wenigen Augenblicken werden von der Freundlichkeit gefangen sein.
Das Leben dieser Menschen wird bestimmt durch die Natur und ihren Rhythmus. Das Kamel ist in der Gobi immer noch das zuverlässigste Transportmittel, Woll- und Fleischlieferant. Bei unseren Besuchen bei den Nomaden werden Sie erleben, wie die Bedürfnisse dieser Tiere das Leben bestimmen. Erinnerungen an den Film „Das weinende Kamel“ werden geweckt.
Diese Tour verbindet alle interessanten Punkte der mongolischen Gobi und gibt einen tiefen Einblick in das Nomadenleben in der Wüste.
Termine und Preise:
10.06.2010-01.07.2010 EUR 1890 (zzgl.
Flug, ca. 900 EUR)
24.06.2010-15.07.2010 EUR
1960 (zzgl. Flug, ca. 900
EUR) inkl. Naadam-Fest
08.07.2010-29.07.2010 EUR 1960 (zzgl. Flug, ca.
900
EUR) inkl. Naadam-Fest
01.08.2010-22.08.2010 EUR 1890 (zzgl.
Flug, ca. 900 EUR)
22.08.2010-12.09.2010 EUR 1890 (zzgl.
Flug, ca. 900 EUR)
EZ/EZelt-Zuschlag: EUR 100
Leistungen:
Flughafentransfers, 2-3 Hotelübernachtungen in Ulaanbaatar, 3-4 Übernachtungen
während der Rundreise in Gercamps (Jurten, EZ sind hier meist nicht
möglich und daher nicht im EZ-Zuschlag enthalten), ansonsten Zeltübernachtungen, Halbpension in
Ulaanbaatar, Vollverpflegung während der Rundreise,
Rundreise im Geländefahrzeug (in der Regel russische
Gelände-Kleinbusse) inkl. Benzin und Nebenkosten, Eintritte für Museen, Nationalparks und
Kulturprogramm, deutschsprachige lokale Reiseleitung
Nicht enthalten:
Hin- und Rückflug (ca. EUR 900), Kosten für den persönlichen Bedarf, Kosten für
weitere Mahlzeiten und Getränke, Film- und Fotogebühren (soweit erforderlich),
Trinkgelder
Teilnehmer:
• min. 8, max. 12 Personen

Tourverlauf:
Karte mit Tourverlauf
1. Tag
Abflug am frühen Nachmittag in Berlin (wenn die von uns reservierten MIAT-Direktflüge mitgebucht werden).
2. Tag
Frühmorgens Ankunft, Flughafentransfer ins Hotel und erste Erkundung der Stadt. Sie werden das Gandan Kloster mit der größten stehenden Buddha-Statue und der zweitgrößten Buddhistischen Bibliothek sowie den Winterpalast des letzten Königs (Khan), den Bodg Khan Palast, besuchen.
3. Tag
Besuch des Naturhistorischen Museums mit seiner interessanten Dinosaurierausstellung, danach Fußweg über den
Suhkbaatarplatz. Am Abend haben Sie dann die Möglichkeit, die mongolische Folklore bei einer Musik- und Tanzaufführung näher kennen zu lernen.
4. Tag
Am Morgen Abfahrt aus Ulaanbaatar. Gleich nach der Stadt werden Sie nach altem mongolischem Brauch ein Owoo besuchen und ihn dreimal umrunden, damit die Fahrt gelingt. Die Fahrt geht zu den „Großen Erdmutter Steinen“ „Ikh gazriin chuluu“, eine bizarre Felsformation. Sie haben ausreichend Zeit, durch diese beeindruckende Landschaft zu wandern.
5. Tag
Weiterfahrt Richtung Dalandsadgad durch die mongolische Grassteppe. In der Mongolei ist die Steppe die vorherrschende Landschaftsform. Sie nimmt etwa 80 Prozent der Landesfläche ein und dient der Mongolei als wichtigste natürliche Ressource, da das Grasland ausgedehnte Weidegründe bietet. In dem trockenen Klima gedeihen kaum Wälder, dafür jedoch umso üppigeres Grasland. Wir werden diesen Tag auch dazu nutzen, einmal tiefer in das Nomadenleben hineinzuschauen. Übernachtung Tsagaan Suwarga in der Region von Tsogt Ovoo in der mongolischen Steppe.
6. Tag
Weiterfahrt nach Dalandsadgad, der Provinzhauptstadt in der Gobi. Einkaufen auf dem Markt für die Weiterfahrt. Hier haben Sie die Möglichkeit, dem bunten Treiben auf dem lokalen Markt beizuwohnen. Die Fahrer werden die Zeit nutzen und Treibstoff besorgen, an dem es in der Gobi öfter mal mangelt. Anschließend Fahrt zur Geierschlucht, Übernachtung in der Nähe der Schlucht.

7. Tag
Wanderung durch die Bartgeierschlucht. In der Schlucht befindet sich bis in den Sommer hinein noch große Eismassen, die im Winter von einem kleinem Fluss geschaffen wurden. Sie haben hier auch die Möglichkeit, Bartgeier, Steinböcke und andere Tiere zu beobachten. Ein kleines Museum am Eingang der Schlucht gibt Auskunft über die Tierwelt und die bewegte Vergangenheit der Gobi. Fahrt in die südliche Gobi, zum „Red Cliff“. Übernachtung an den Klippen.
8. Tag
Heut fahren Sie durch die Ausläufer des Gurvan Saikhan Gebirge zur 188 km langen Sanddüne „Hongorynels“. Spannend ist der „Zweikampf“ der Düne mit einem Fluss, der den Sand immer wieder abträgt. Wer die bis zu 400 Meter hohe Düne besteigt, wird mit einem wunderschönen Sonneuntergang belohnt.
9. Tag
Diesen Tag werden wir nutzen, um das Nomadenleben in der Gobi zu erkunden. Wir besuchen eine Nomadenfamilie am Rande der Gobi und werden einen Tag Nomadenleben hautnah erleben. Das Leben wird hierdurch den Rhythmus der Natur und durch die Weidetiere bestimmt. Die Familie leben weit verstreut und jeder Gast ist immer gerne willkommen.
10. Tag
Durchfahrt durch die Sanddüne „Hongorynels“ (singende Düne) Wir nähern uns dem zentralen Teil der Gobi. Fahrt Richtung Süden, bis fast an die chinesische Grenze - Wüste total. Unterwegs werden Sie eine alte Salzgewinnungsanlage sehen können, bei der nach überliefertem Prinzip Wasser einer salzhaltigen Quelle solange natürlich eingedampft wird, bis eine feste Salzkruste übrig bleibt. Übernachtung in dem wildromantischen Schluchtensystems des Nemengt Gebirges.
11. Tag
Ein Tag in den Schluchten des Nemengt-Gebirges zur freien Verfügung. Man kann dort herrlich in den verwundenen Tälern wandern und dabei stößt man immer wieder auf Fossilien verschiedenster Lebensformen, die bezeugen, dass dieses Gebiet vor langer Zeit einmal keine Wüste, sondern tropischer Urwald war.
12. Tag
Fahrt durch die südliche Gobi zum Canyonsystem „Chermentiin Tsaw“ Canyon und Wanderung durch den Canyon. Diese Region in der Gobi wird nur sehr selten angefahren und ist noch weitestgehend unberührt. Menschen werden Sie hier jetzt nicht mehr antreffen, dazu ist diese Region zu arid. Der Wind und das winterliche Schmelzwasser haben aus dem weichen Sandstein einzigartige Formen entstehen lassen.
13. Tag
Weiterfahrt zu den „Tsulganaij Oasen“. Dabei kommen wir auch an der Süßwasserquelle „Naran daats“ vorbei, der einzigen Quelle in dieser Region. Die Tsulganaij Oasen haben nicht mit Oasen aus anderen Wüsten gemeinsam. Es handelt sich hierbei um eine Senke in der sich das schmelz- Regenwasser sammelt. Da diese Region sehr einsam liegt, gibt es hier viele Vogelarten zu beobachten.
14. Tag
Fahrt in Richtung Norden zum „Dinosaurierfriedhof“ Guriliin Chooloi. Wir befinden uns immer noch mitten in der Gobi. Vereinzelt werden wir entlang kleinerer Sicheldünen entlangfahren.
15. Tag
Beginn der Rückfahrt nach Norden in Richtung „Bichigt Khad -Felszeichnungen“ über wenig befahrende Pisten. Bei Bichigt Khad werden wir die Mittagspause dazu nutzen, in dem Tal eine kleine Wanderung unternehmen, um die historischen Felszeichnungen zu betrachten. Die Fahrt führt uns durch „Guriliin Chooloi“ ein Felsenschluchtensystem mit ausgesprochen schönem Farbenspiel.
16. Tag
Heute geht es entlang des Gobi Altai Nuruu Gebirges zur Ortschaft Bogd. Dort werden wir einen Abstecher zum Tevish Uul machen, um uns dort die noch wenig erforschten Felsenzeichnungen anzusehen.
17. Tag
Am Vormittag werden wir die seltenen Felsenzeichnungen erforschen. Die Bilder zeugen davon, dass die Gobi früher einmal reich an Vegetation und Tieren gewesen ist. Es geht dann weiter, in Richtung Guchin Us, vorbei an dem großem Sandfeld und dann zu den Ruinen des Klosters Ongi.
18. Tag
Besichtigung der Klosterruinen. Dieses Kloster war früher eines der größten des Landes. Heute sind nur noch Ruinen zu besichtigen und man kann die einstige Größe nur erahnen. Mit viel Engagement bauen Mönche dieses Kloster langsam wieder auf. Wir haben ausreichend Zeit, um mit den Mönchen über ihre Situation und den Buddhismus zu reden. Weiterfahrt Richtung Arwajcheer. Arwajcheer ist die Bezirkshauptstadt für den nördlichen Gobibereich. Hier werden wir auf dem Markt den Einkauf für die nächsten Tage erledigen. Auf dem Markt werden die Erzeugnisse aus der Region und waren die die Nomaden benötigen angeboten. Es herrscht dort ein buntes Treiben. Nach Arwajcheer geht es hinein in das Archhangai Gebirge. Die Piste wird jetzt eng und felsig. In einem der Täler werden wir übernachten.
19. Tag
Durch sehr schöne Orchontal geht es heute zum Ulaangoll Wasserfall. Der Wasserfall befindet sich in mitten eines Lavafeldes und die Landschaft um den Wasserfall ist sehr idyllisch. Unsere Mittagspause machen wir am Ufer des Orchon Flusses. Bei den Nomaden, die in diesem Tal wohnen, können wir frischen Joghurt und Yak-Käse erstehen. Das Yak ist in dieser Bergregion sehr stark verbreitet. Danach Weiterfahrt durch das Tal nach Karakorum.
20. Tag
Am Morgen ausführliche Besichtigung von Karakorum, der ehemaligen Hauptstadt der Mongolei. In Karakorum liegt auch das Kloster „Erdene Zuu“. Dieses Kloster gehört mit zu den wichtigsten Klöstern in der Mongolei und wurde teilweise wieder restauriert. Wir werden uns ausstreichend Zeit nehmen, um diese historische Stätte zu besichtigen.
Danach Weiterfahrt durch die Überschwemmungswiesen des Orchons zum Ogii Nuur. Unterwegs werden einige historische Ausgrabungsstellen besichtigt (Khöschöö Tsaidam). Hier wird unter türkischer Leitung ein ehemaliger Palast aus dem alttürkischen Reich freigelegt. Die Türken vermuten in dieser Region ihren Ursprung. Später wurden sie von den mongolischen Stämmen vertrieben.

21. Tag
Rückfahrt nach Ulaanbaatar und Einchecken im Hotel. Sie haben die Möglichkeit noch Souvenirs oder Kaschmirprodukte zu erstehen. Verabschiedung von unserem Fahrer, der Sie die gesamte Zeit sicher durch die Mongolei gefahren hat. Der Abend steht zur freien Verfügung in Ulaanbaatar.
22. Tag
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.
Veranstalter:
Bedu Expeditionen
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