
MALI
Reisen nach Mali
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Westafrika erleben
ca. zwei Wochen, Märkte, Farben,
Lehmbaukunst und Begegnungen
per Kleinbus, Geländewagen und Boot. Kurze Wanderungen
Eine Reise nach Westafrika ist immer auch eine Reise der Begegnungen mit den Bewohnern des Sahels und des inneren Nigerbogens. Sie werden viel Fröhlichkeit erleben, Sie werden von der Schönheit der Menschen begeistert sein und in die Farbigkeit der Märkte eintauchen. Sie werden Reichtum begegnen, aber auch viel von der Härte des Alltags erfahren.
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• traditionelle Dörfer und Savannenlandschaften im
Herzen Westafrikas Reisroute Westafrika erleben
• Städte am Nigerfluss: Mopti und Djenné,
Lehmbaukunst und Märkte
• Pinassenfahrt auf dem Nigerstrom
• durch das Nigerbinnendelta nach Timbuktu
• Dogonland: einzigartige Architektur und Kultur,
Wanderungen in der Steilstufe
Termine
& Preise:
19.02.2010-04.03.2010 EUR 1690 (zzgl.
Flug, ca. EUR 820)
05.03.2010-18.03.2010 EUR 1690 (zzgl.
Flug, ca. EUR 820)
19.03.2010-01.04.2010 EUR 1690 (zzgl.
Flug, ca. EUR 820)
EZ/EZelt-Zuschlag: EUR 120
Rail & Fly EUR 80
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Leistungen:
Transfers in Bamako, Hotelunterbringung im DZ in Bamako, Sevare und
Segou (HP), sonst Zeltunterbringung oder in sog. "Campements"
(manchmal auch auf Dachterrassen) mit VP. Landtransport mit Minibussen
u. Geländewagen, Flussfahrt mit einer Pinasse, jeweils örtliche Crew
mit Koch, Mineralwasser oder Trinkwasser aus Kanistern, Zelte und
Schlafmatten, deutschsprachige örtliche Reisebegleitung, Reiserücktrittskostenversicherung
Nicht enthalten:
Flug (siehe ganz unten), evtl. Flughafensteuer, Trinkgelder, persönlich
bestellte Getränke u. Mahlzeiten während der Hoteltage in den größeren
Städten wie Bamako, Sevare und Segou, persönich. bestellte Getränke
in kleineren Ortschaften oder gelegentlich eine kleine Zwischenmahlzeit,
wenn man mal ohne die Gruppe unterwegs ist, je nach pers. Bedürfnissen,
Unvorhergesehenes
Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen
Mit weniger Teilnehmern/innen kann die Tour auch durchgeführt werden,
dann entsteht ggf. ein Aufpreis von EUR 100
Tourverlauf:
1. Tag: Flug von Deutschland über Paris nach Bamako (HP)
Ankunft in der Hauptstadt von Mali mit mehr als 1 Million Einwohnern. Hier herrscht Leben, dominieren Farben; die Eindrücke am Flughafen weisen bereits auf eine spannende, aufregende Reise mit vielen Begegnungen hin. Empfang durch den örtlichen Guide, Transfer ins Hotel, evtl. erstes gemeinsames Abendessen und kurze Besprechung.
2. Tag: Fahrt von Bamako nach Ségou (VP)
Am nächsten Morgen ist ein kurzer Stadtbesuch angesagt und quirliges Leben erwartet uns auf den Märkten, in Boutiquen, vor allem auf dem Grand Marché, wo Kunstschmiede, Lederverarbeiter, Batikkünstler und Holzschnitzer ihre Erzeugnisse anbieten und man bei der Herstellung zusehen kann. Die Gruppe wird begleitet vom örtlichen Guide unserer
Partneragentur.
Am späten Vormittag sind Geländewagen und Ausrüstung startbereit zur Fahrt nach Ségou auf einer guten Asphaltstraße durch typische Sahellandschaften. Nach der Ankunft Einchecken in der Auberge, zentral gelegen in der Stadtmitte. Ségou ist eine angenehme, ruhige Stadt am Nigerstrom gelegen. Im 17. und 18. Jahrhundert war Ségou die Hauptstadt des mittelalterlichen Reiches Mali, dem animistischen Imperium der Bambaraherrscher. Besuch von Ségoukoro (dem alten historischen Ségou), dem Töpfermarkt und einer Bogolanmanufaktur (spezielle Textilfärbereitechnik).
3. Tag: Fahrt Ségou nach Djenné (VP)
Während der Fahrt zur schönsten Stadt des Landes, nach Djenné, kurze Stopps unterwegs in einigen Dörfern, die von der Volksgruppe der Bobo bewohnt werden. Die Bobo, die grenzüberschreitend auch im benachbarten Burkina Faso leben, haben sich ihre animistischen Glaubensvorstellungen weitgehend bis heute bewahrt. Kurz vor Djenné kommen wir an den Bani, einen Nebenfluss des Nigers; eine Fähre bringt uns auf die andere Flussseite.
Der Besuch der Stadt ist einer der Höhepunkte der Reise, zumal wir dafür den Montag mit dem berühmten Markt gewählt haben. Nicht umsonst wird Djenné “Perle der sudanesischen Lehmbauarchitektur” genannt. In
den engen Gassen der Altstadt wimmelt es vor Menschen, die Türen und Fenster der Häuser sind reich verziert mit Ornamenten und wir besuchen die interessantesten Plätze, unter anderem auch die alte Karawanserei. Im Zentrum der Stadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, öffnet sich das Häusergewirr auf einen großen Platz und wir stehen vor der berühmten Moschee, die komplett aus Banco - Lehmbausteinen, die am Fluss hergestellt werden - gemauert ist. Zwar ist es ein Nachbau der Originalmoschee aus dem 15. Jahrhundert, aber deshalb nicht minder beindruckend, aufgrund ihrer Größe, der Struktur ihrer Fassade und der vielen Zinnen auf dem Dach. An Markttagen ist der Platz vor der großen Moschee Treffpunkt von Händlern und Käufern und ein buntes Völkergemisch aus Bozo, Peulh, Songhay, Bambara und Marka begegnet sich hier.
Wir übernachten im zentral gelegenen Campement, von wo aus sich die Stadt bequem zu Fuß erkunden lässt.
4. Tag: Fahrt von Djenné nach Mopti (HP)
Während der Weiterfahrt wird ein kurzer Stop in Hamdallaye eingelegt und wir besuchen die Ruinen des Wallfahrtsortes “Allah sei gepriesen”. Hamdallaye war der Hauptsitz des Fulbe-Herrschers Sekou Amadou aus Massina, der das theokratische Reich der muslimischen Fulbe regierte und die gesamte Bevölkerung zum Islam bekehrte.
Am Zusammenfluss von Niger und Bani liegt die wichtige Handels- und Hafenstadt Mopti, wo wir die Nacht im Hotel verbringen. Bummel durch die Stadt über den sehenswerten Markt, Besuch des quirligen Hafens und einer Pirogenfabrik. Die Stadt ist eines der lebhaftesten Handelszentren des gesamten Landes. Hier landen Waren aus allen Regionen an und werden auf dem großen, von Menschen wimmelnden Markt
angeboten. Handwerksprodukte, Salzplatten aus der Sahara, getrockneter Fisch, Holz und Holzkohle, Gemüse, Getreide etc. sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem breiten Spektrum. Der Hafen und die Bootswerft können „kräfteschonend“ vom netten, schattigen Café Bozo aus betrachtet werden, wenn der Marktrundgang zu anstrengend geworden sein sollte.
5. bis etwa 6. Tag: Pinassenfahrt auf dem Niger (VP)
Mit einer motorisierten Pinasse, dem klassischen Transportboot, wird die Reise auf dem Bani und Niger fortgesetzt. Wir erleben die ganze bunte Vielfalt des Flusslebens. Die weiten Fluss- und Sumpflandschaften des Niger-Deltas sind Lebensraum für das Volk der Peulh, die hier ein ideales Weidegebiet für ihre Rinderherden vorfinden. Beeindruckend die prächtig geschmückten Peulh-Frauen, deren traditioneller Schmuck stolz
als Zeichen des Reichtums getragen wird. Auf den Inseln und am Flussufer besuchen wir Dörfer der Bozo und Somono, die mit kleinen Pirogen hauptsächlich Fischfang betreiben; häufig wird uns frischer oder geräucherter Fisch angeboten. Während der 2-tägigen Flusserkundung können wir mit etwas Glück auch die reichhaltige Vogelwelt beobachten. Übernachtet wird am Flussufer im Zelt.
Nach der Rückkehr nach Mopti findet noch eine Übernachtung im Hotel statt.

7. Tag: Fahrt mit den Geländewagen Richtung Timbuktu (VP)
Zunächst noch auf Asphalt vorbei an Dörfern der Bella, mit kurzen Stopps zum Besuch, nach Douentza, wo wir das Mittagessen einnehmen wollen. Danach beginnt eine relativ neue Piste mit tiefeingefahrenen Sandpassagen und streckenweise auf einem höhergelegenen Damm, damit die Route auch bei Überflutung des Binenndeltas befahren
werden kann. Übernachtung irgendwo auf dem Weg nach Timbuktu in den Zelten.
8. Tag: Das legendäre Timbuktu (HP)
Nach einer schönen Überfahrt mit der Fähre über den Niger, kommen wir in Kabara, dem Hafen von Timbuktu an, der weit außerhalb der Stadt liegt. Dann endlich: Timbuktu und Einchecken im zentral gelegenen Campement
Bouctou.
Hoffentlich ist die „Entzauberung“ nicht zu heftig, denn die berühmte Stadt ist heute ein ziemlich nüchterner, staubiger Ort, der von Saharadünen stark bedroht wird. Die große Vergangenheit des Ortes als Handelszentrum, Universtität und religiösem Mittelpunkt im afrikanischen Mittelalter manifestiert sich in den wenigen restaurierten oder
renovierten Lehm- und Steingebäuden. Wie zum Beispiel den drei Moscheen Djinger-Ber, Sankoré und Sidi Yahia, den Häusern der Saharaerforscher und Entdeckungsreisenden Heinrich Barth, René Caillé und Gordon Laing, sowie der Bibliothek Ahmed
Baba.
9. Tag: Fahrt Timbuktu-Douentza (VP)
Rückfahrt über die schon bekannte Strecke nach Douentza und dort Übernachtung auf einem Campingplatz in Zelten.
10. bis etwa 11.Tag: Fahrt ins Dogonland (VP)
Durch eine ausgesprochen schöne Landschaft mit Sandsteinfelsen und großen Bäumen, üppig grün leuchtenden Gärtchen die von kleinen Staudämmen bewässert werden und tradionellen Dörfern mit den typischen Getreidespeichern, erreichen wir bald den Hauptort Bandiagara, wo wir uns aber nicht lange aufhalten werden. Die schöneren Orte kommen erst danach und das berühmte Sanga ist einer davon. Die Steilstufe von Bandiagara zieht sich ca. 200 km von Nordosten nach Südwesten. Wir erreichen Sanga, den zentralen Ort der Dogon-Region, idealer Ausgangspunkt für Fußwanderungen zu einigen der umliegenden Felsdörfer. Sanga ist eines der touristisch erschlossensten Gebiete im Dogonland. Ein Rundgang ist trotzdem mehr als lohnend, da sich hierDogonland, Dorf in der Steilstufe bedeutende Architektur und Sakralbauten konzentrieren. Über steile, schmale Pfade wandern wir in die Dörfer mit ihren eng beieinanderliegenden Häusern und charakteristischen Getreidespeichern. Im Mittelpunkt der Dörfer fallen besonders die Versammlungshäuser (“Togunas”) der Männer mit ihren riesig aufgetürmten Strohdächern und die fremd anmutenden “Binu-Heiligtümer” und Priesterhäuser auf. Beindruckend die Harmonie ausstrahlende, traditionelle und oft sogar spirituell beeinflusste Lehmarchitektur. Selbst in Gegenständen des täglichen Gebrauchs sehen wir überall sakrale Symbole der Ahnenverehrung.
Zuvor machen wir auf Buschpisten einen Abstecher zur Felsgrotte von Songo. Songo ist eine der bekanntesten Dogonortschaften. Der in einer offenen Grotte liegende Initiationsplatz enthält an den Felswänden reichhaltige Dogon-Symbole. Seit Generationen werden diese Symbole aus der Mythologie der Dogon den jungen Menschen weitervermittelt und der Platz dient auch der Vorbereitung auf das Beschneidungsritual.
Die Studien des Ethnologen Marcel Griaule machten das Dogonland in der gesamten Welt bekannt. Das Volk der Dogon hat eine
einzigartige Mythologie bewahrt, die sich uns Besuchern aus dem Westen nur schwer erschließt. Es handelt sich nicht um primitiven Geisterglauben, sondern um eine monotheistisch geprägte Kosmogonie. Immer wieder werden wir in den nächsten Tagen auf mystische und heilige Plätze stoßen und wir müssen uns streng an die „Vorgaben“ unserer Führer halten, damit keine unbeabsichtigten Entweihungen dieser Orte stattfinden.
Oberhalb der bewohnten Dörfer bieten sich während der Wanderungen Ausblicke auf die in steilen Felsen eingelassenen Gräber. Diese wurden vom Volk der Tellem angelegt, welches vor den Dogon die Steilstufe bewohnte und von diesen vertrieben wurde. Die Dogon haben diese Begräbnissitte von den Tellem übernommen und bestatten ihre Toten ebenfalls in den Felswänden.
Wie Schwalbennester sind die Dörfer und Siedlungen in die Steilstufe von Bandiagara gebaut, die sich über die schier endlos erscheinende Gondo-Ebene erhebt. Ihre Architektur spiegelt das Weltverständnis der Dogon in allen Details wieder, wir sehen die berühmten Ahnenhäuser, Palaverhütten und Fetischaltäre.
Wir besuchen den Hauptort Sanga auf dem Plateau und steigen dann zu Fuß in der Steilstufe ab zu einigen Dörfer, wie Banani, Ireli und Tireli.
Wem das zu anstrengend ist, der kann auch mit den Geländewagen über eine steile Piste nach Banani hinunterfahren, wo die Gruppe wieder zusammentrifft. Die Ausblicke beim insgesamt nicht zu schwierigen Abstieg sind überwältigend, man braucht aber gut eingelaufene Schuhe und etwas Schwindelfreiheit. Unterwegs trifft man viele Einwohner die mit ihren Warenkörben auf dem Kopf aufs Plateau steigen oder zurückkehren in ihre Dörfer. Und natürlich gibt es unterwegs Souvenirangebote in vielfältiger Auswahl und strategisch günstige Stellen, wo Besichtungspausen eingelegt werden.
Übernachtung in Zelten am Fuß der Steilstufe.
12. Tag: Fahrt nach Bankass und weiter Richtung
Asphaltstraße bei Somadougou (VP)
Nach den vielen Besichtigungen der letzten Tage nun wieder längere Fahrt mit den Geländewagen in Richtung Nordwesten durch hügelige Sandsteinlandschaft und Nachtlager in der Nähe eines Peulh-Dorfes.
13. Tag: Über Somadougou nach San (VP)
Die Buschpiste endet bei Somadougou und vielleicht ist gerade
Markttag und wir machen einen kurzen Rundgang durch das bunte Treiben. Dann geht es zügig weiter nach San, wo wir übernachten. Besuch der Stadt mit ihrer großen Moschee.
14. Tag: Rückfahrt nach über Ségou nach Bamako
Auf der bereits bekannten Asphaltstraße zurück nach Bamako, mit kurzen Unterbrechungen in Sédou um Mittag zu essen und einigen individuellen Stopps bzw. an Kontrollposten. Ankunft am Nachmittag, check-in im Hotel in day-rooms für jeweils 3-4 Teilnehmern. Dort können Sie duschen und packen und evtl. noch ein letztes gemeinsames Abendessen einnehmen, bevor der Transfer zum Flughafen erfolgt.
15. Tag: Rückflug
Rückflug von Bamako (via Paris oder andere Flugmöglichkeit) nach Frankfurt.
Flugkosten:
Air France Flüge kosten zwischen 900 und
1.300 EUR (plus Tax), ab/an BRD. Flugbuchung Air France gleichzeitig mit der Reiseanmeldung. Bitte frühzeitig buchen, solange die einigermaßen günstigen Buchungsklassen noch zur Verfügung stehen!
Abflüge ab anderen Städten als Frankfurt sind möglich, bitte anfragen.
Air France fährt bei den Westafrika-Destinationen eine knallharte Tarifpolitik. Je näher der Abflugtermin rückt, umso höher ist der Tarif! Frühzeitige Anmeldung (spätestens zwei Monate vor Reisebeginn) ist daher unbedingt angeraten.
Point afrique Flüge ab/an Paris: ab 440 EUR. Buchung selbständig, via Internet oder per Fax bei point afrique direkt.
Die derzeitigen Termine der absolut günstigen Chartervereinigung korrespondieren leider nicht mit den Air France Terminen. Wenn Sie also mit point afrique anreisen, kommen Sie evtl. bereits vor der Gruppe an oder Sie steigen z.B. in Mopti zu. Dies erfordert etwas Flexibilität und Organisationstalent Ihrerseits aber Sie reisen u.U. wesentlich günstiger u. länger.
Die Flugtermine von point afrique finden Sie unter: www.point-afrique.com
Literaturipps, speziell zu dieser Reise:
Regenzauber - Auf dem Fluss der Götter, Michael Obert, Verlag Droemer
Segu, Roman von Maryse Condé, TB, Goldmann Verlag
Die Farben Afrikas - Die Kunst der Frauen von Mauretanien, Senegal, Mali etc. von Margaret Courtney-Clarke, Verlag Frederking & Thaler
Reiseführer Westafrika, Band 1 Sahelländer, Anne Wodtcke, Verlag Reise Know-How
Schwarze Genesis von Marcel Griaule
Änderungen vorbehalten!
Veranstalter
Kooperationspartner
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