

ALGERIEN
Reisen nach Algerien
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Sonderreise Hoggar
14tägige Sommer-Tour zum Tuaregfest in Tazrouk und ins Hoggar-Gebirge
In den Sommermonaten bieten wir ausschließlich Sahara-Reisen in die Hochebenen der Sahararegion an, wo
angenehme Temperaturen zwischen 20° und 30°C diese (Gebirgs-)Wüstentour überhaupt realisierbar machen. In vielen kleinen Dörfern ist in dieser Zeit viel los -
Hochzeiten und andere Feste werden gefeiert. Das traditionelle Tuaregfest im Hoggargebirge ist jedoch der Höhepunkt dieser Reise. Brautschau und Kameltwettrennen erleben Sie zusammen mit unserem Deutsch sprechenden Tuareg. Er kann Ihnen die Traditionen seines Volkes am besten vermitteln. Das Besondere dieser Tour ist außerdem die Fahrt gen Norden mit einem
Abstecher zum Krater Ouksem mit seinen zwei Calderen und Natronvorkommen.
• Besuch des traditionellen Sommer-Tuaregfest in Tazrouk
• Querung des Hoggar bis zum Fuße des Tefedest
• Wanderung im Krater Ouksem
• Filigrane Felsbilder von Mertoutek
• Sonnenunter- und -aufgang auf dem Assekrem
• Tourenleitung durch deutschsprechenden Tuareg
• 2 Tage Kameltrekking
Termin & Preis:
03.08.2009-16.08.2009 EUR 1990
2010 bitte anfragen
Leistungen:
• Flug ab/an Frankfurt mit Air Algérie nach Tamanrasset inkl. Tax-Gebühren
• Flughafentransfers in Algerien
• 3 Ü im Camp, 10 Ü in freier Natur oder im Zelt
• Expeditionsvollverpflegung ab 3. Tag abends bis 14. Tag inkl. Tee/Kaffee
• Fahrten in Geländewagen
• Tuareg-Begleitmannschaft (Fahrer, Guide und Koch)
• 2-tägiges Kameltrekking über die Westroute nach Tamanrasset (ein Reitkamel pro
Teilnehmer)
• Nationalparkgebühren
• Teilnahme am 2tägigen Fest zu Ehren des Heiligen Moulay Abdallah in Tazrouk
• deutschsprechende Reisebegleitung ab Tamanrasset
Zusätzliche Kosten:
• Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen
• evtl. Restaurantessen/Getränke am Beginn und Ende der Tour
• Trinkgelder für einheimische Begleitmannschaften
• Visagebühren
• Unvorhergesehenes
Teilnehmer:
min. 6 - max. ca. 12 Personen
Tourverlauf:
1. Tag
Flug von Frankfurt nach Algier und weiter nach Tamanrasset
Wenn es die Zeit erlaubt, kleine Stadtrundfahrt durch Algier, die schönste Stadt Nordafrikas. Fahrt gegen 21 Uhr zum Flughafen. Abflug nach Tamanrasset um 23 Uhr. (-/-/-)
2.-3. Tag
Tamanrasset
Die Ankunft ist für 01.15 Uhr vorgesehen. Übernachtung in einem einfachen Camp.
Tamanrasset, welches in der Umgangssprache meist Tam genannt wird, liegt ca. 1390 m hoch im Hoggar-Gebirge und ist ca. 2000 km von Algier entfernt. Die Stadt ist ein wichtiger Handelsplatz in der Zentral-Sahara. Früher hieß der Ort „Fort Laperrine“, genannt nach dem französischen General der Meharisten-Patrouillie (Kamelreiter-Korps). Tam hat durch seine Höhenlage auf 1390 m ein erträgliches Klima (im Sommer maximal 35°C). Spaziergang durch Tam (Markt und Innenstadt) mit kleinen Einkaufsmöglichkeiten (z.B. Tuareg-Pluderhosen, Schesch, Getränke). Am Nachmittag beginnen wir unsere Reise durch die Oasen des Hoggar (auch Ahaggar genannt), eine ca. 300.000 qkm große Region, die nicht nur das bekannte Gebirge, sondern auch weite Sand- und Steinebenen sowie das Tefedestgebirge im Norden mit einschließt. Wenn Wüstenreisende vom „Hoggar“ sprechen, meinen sie im Allgemeinen die Bergregion um den Assekrem, die sich korrekt jedoch “Atakor“ nennt. Mit dem knapp 3000 m hohen Tahat ist dies die höchste Erhebung der algerischen Sahara. Die markantesten Bergformationen im Zentrum des Gebirges entstanden vor Jahrmillionen durch Vulkantätigkeit. zu vieleckigen Säulen erstarrtes Lavagestein bilden aneinandergereiht ganze Wände steinerner „Orgelpfeifen“. Auch die Gueltas, Wasserstellen in den Felsen, sind häufige Produkte vulkanischer Aktivitäten.
Die Vegetation ist äußerst spärlich, das Klima (für Wüstenverhältnisse) ziemlich rau. Selbst im Sommer herrschen dank der Höhenlage (Tamanrasset ca. 1400 m, Assekrem ca. 2700 m) erträgliche Temperaturen. Im Winter treten Nachtfröste auf, und in den Bergen fällt sogar etwas Schnee. Die gesamte Region des Hoggar wurde 1987 zum „Parc National de l´Ahaggar“ erklärt, dessen Besuch gebührenpflichtig ist und für den besondere Naturschutzbedingungen gelten.
Fahrt zuerst über die Teerpiste, dann über die teilweise sehr holprige Sandpiste. Ein Abstecher zu den Gueltas und dem Wasserfall von Tamekrest wird eingelegt. Am Ende eines schmal werdenden Tals befinden sich mehrere Wasserbecken, von denen das Wasser in Kaskaden von Becken zu Becken fließt. Hier besteht die Möglichkeit, nach einer kleinen Kletterpartie bis zum Wasserfall vorzustoßen.
Anschließend Weiterfahrt durch das Oued Taraout, dann weiter in Richtung Norden bis nach Tahifet. Das kleine Tuaregdorf liegt etwas verstreut und besteht hauptsächlich aus Zeribas (Strohhütten). Einige Lehmbauten sind jedoch vorhanden. Hier wird Obst angebaut und das Schilf geerntet, der zum Bau der Zeribas nötig ist. Die Piste wird dann steiler, bis es in eindrucksvoller Fahrt in Haarnadelkurven hinauf auf den Pass von Azrou geht. Die Umgebung geht in eine Geröll-Landschaft über, die zum Teil mit großen Felskugeln bedeckt ist. 2x Ü in der Wüste (2x F/M/A)
4. Tag
Zeit für das Festival
Am frühen Vormittag wird Tazrouk erreicht. Der Festplatz liegt etwas außerhalb des Dorfes. Drumherum haben sich bereits andere Gäste in Zelten, Autos und unter freiem Himmel niedergelassen und es herrscht rege Betriebsamkeit. Die Ruhe am Vormittag wird dazu genutzt, einen geeigneten Nachtlagerplatz zu suchen und einzurichten. Tazrouk mit ca. 3000 Einwohnern ist ein etwas abgelegnes Dorf mit viel Grün. Hier wird viel Obstbaumkultur betrieben: Aprikose-, Pfirsich, Feigen- und Mandelbäume gedeihen hier recht üppig. Das Fest, eigentlich als eine Art Wallfahrtsfest gedacht, ist dem Marabou Moulay Abdallah gewidmet. Einmal im Jahr treffen sich hier die Tuareg-Familien aus dem Hoggar und dem Ajjer, um zu feiern. Dieser Anlass wird auch für Eheschließungen und natürlich die Braut- bzw. Bräutigamsuche genutzt. Die Teilnehmer zeigen sich in ihren schönsten Gewändern.
Am Nachmittag beginnt dann das eigentliche Fest mit Tende (Frauengesang) und Ilougan (Kamelwettreiten) und Musikdarbietungen, welche am Abend in die Tänze der Tuareg-Männer münden, die bis in die Morgenstunden andauern (F/M/A)
5. Tag
Festivaltag 2
Der heutige Tag steht zur freien Verfügung, um sich ganz individuell unter die Gäste zu mischen und dem Fest beizuwohnen. Es gibt kein festgeschriebenes Programm, an unterschiedlichen Orten finden Darbietungen statt, es lohnt sich auch einfach von einem gemütlichen schattigen Ort aus, das Treiben und die hübsch gekleideten Männer und Frauen zu beobachten. Die Mahlzeiten werden am Lagerplatz zu festen Zeiten zubereitet. Gegen Nachmittag klingen die Festaktivitäten langsam aus. Dies ist meist die richtige Zeit, um mit einem Großteil der anderen Gäste das eigene Lager abzubrechen und noch etwas Strecke gen Nordwest zurückzulegen. Übernachtung im Oued
Tiheline. (F/M/A)
6. Tag
Weiterfahrt gen Norden
Die Piste führt weiter nach Idelès über ein freies Plateau, von wo sich ein sehr schönen Blick auf die Granitberge des Tefedest eröffnet. In den aus rotem Lehm gebauten Häusern von Idelès, die am Fuß des 1900 m aufragenden Djebel Taderaz stehen, leben Menschen, die eine Mischung aus Tuareg, Inadenes (Handwerkern), Harratinen, Arabern und auch ehemaligen Sklaven repräsentieren. In den umliegenden Wadis wird ein Platz für die Nacht gesucht und es kann gut sein, dass sich Besuch aus dem Dorf ankündigt. (F/M/A)
7. - 9.Tag
Krater Ouksem und Felsbilder von Mertoutek
Weiterfahrt in Richtung Westen. Über das grüne Örtchen Herafok gelangen Sie durch weite Ouadis und vulkanisch geprägtes Gelände, wo wilde Esel und auch Gazellen zu Hause sind, zum Doppelkrater von Ouksem. Die Wanderung auf etwas gerölligen Wegen in die beiden Krater bietet Einblicke in die Erdgeschichte. Heute noch kommen Nomaden hier vorbei, um Natron, das im zweiten Krater nach Regenfällen auskristallisiert, zu sammeln und auf den heimischen Märkten zu verkaufen. Am Kraterrand zeigt sich ab und zu ein Geier.
Ziel des 9. Tages ist das 1450 m hoch gelegene Mertoutek im Tefedest eine kleine Streusiedlung mit einigen Einwohnern, Ziegenherden, Gärten und einer Reihe kleiner Felder. Mertoutek ist die einzige etwas größere feste Siedlung hier im Tefedest. Die Menschen leben vom Ertrag der Ackerwirtschaft und auch ein wenig vom Tourismus. Wirklich interessant sind jedoch die Felsmalereien und –gravuren meist aus der Rinderperiode, die unweit der Siedlung und auf dem Granit-Plateau, das zum Parc National de l'Ahaggar gehört, zu finden sind. Am 10. Tag geht es dann langsam auf die Piste gen Süden in Richtung Assekrem vorbei am kleinen Dorf Hirafok mit seinen Häusern aus Toub (Lehm) und Zeribas (Hütten aus Schilfblatt), mit Gärten und Bewässerungskanälen. Nachtlager im Egef Mellen, einer kleinen grünen Oase mit Orleander-Büschen. (3x F/M/A)
10. Tag
Assekrem
Die anspruchsvolle Piste führt kurvig in die Berge hinein und später einem weiten Tal folgend auf ein Bergmassiv zu. Die Route verläuft über den Pass Tehe n´Taratemt, auch Sandalenpass genannt. Der steile, steinige Pass macht jedes Schuhwerk zunichte und auch für die Fahrer ist es eine Herausforderung, den Pass zu überqueren, der früher nur zu Fuß zu erklimmen war. Ist der Weg zu stark ausgewaschen, steigen Sie aus und gehen zu Fuß und die Fahrer kämpfen sich allein nach oben. Durch ein weiteres Tal geht es wieder bergab, entlang des Imadouzene-Kraters. Schließlich wird die Piste zum Assekrem erreicht und der Assekrem selbst sichtbar. Nach Bezug der Schutzhütten wird zu Fuß die ca. 200 m höhere Bergkuppe bestiegen. Von hier kann ein grandioser Sonnenuntergang beobachtet werden. (F/M/A)
11. Tag
Start des Kameltrekkings
Zeitiges Aufstehen wird mit einem einmaligen Farben- und Lichtspiel des Sonnenaufgangs belohnt. Wer möchte kann den Assekrem besteigen und nach Sonnenaufgang an dem kleinen Gottesdienst teilnehmen. Aber auch der gegenüberliegende Berg lohnt den Aufstieg. Nach dem Frühstück Fahrt über eine steile und grobsteinige Piste bergab. Belohnt für die etwas grobe Behandlung während der Fahrt wird man durch die wunderschöne Landschaft. Der Ilamane, der wohl schönste Berg des Hoggar, wird am Fuße seiner Steilwand passiert. Dort befindet sich auch die mühevoll aus Vulkangestein errichtete „Moschee Dag Rali“. Hier treffen Sie gegen Mittag Ihre Kamelmannschaft (pro Mitreisendem ein Reitkamel, für je zwei Mitreisende zusätzlich ein Gepäckkamel) und am Nachmittag Aufbruch zur ersten kurzen Etappe (kann zu Fuß oder auf dem Kamel bewältigt werden). Das Aufsitzen wird erst einmal geübt und wenn man einmal den erhabenen Blick vom Rücken der Wüstenschiffe in die Ferne hat schweifen lassen, mag man gar nicht mehr absteigen. Nachtlager in einem der vielen kleinen grünen mit Orleander bewachsenen
Oueds. (F/M/A)
12. Tag
Kameltrekking
Es kann gut sein, dass die Kamele übernacht auf der Suche nach etwas Grünem ein Stück gewandert sind, so dass die Kameltreiber am Morgen, ihre Tiere wieder "einsammeln" müssen. Mit den Kamelen geht es weiter in Richtung Terhenanet. Kamel ist natürlich nicht ganz richtig. Sie sind mit einhöckrigen Dromedaren unterwegs, die seit Beginn der Zeitrechnung in der Sahara heimisch geworden sind. Letztes Nachtlager in der Wüste und Zelebrieren des allabendlichen Tee-Rituals. (F/M/A)
13. Tag
Abschied
In der Kühle des Morgens werden die letzten Kilometer mit den Tieren zurückgelegt. Nach dem Mittag heißt es Abschied nehmen von der Kamelmannschaft. Fahrt zum Campingplatz nach Tamanrasset. Zeit zum Packen, für evtl. letzte Einkäufe in Tamanrasset und zum Abschied nehmen von der Wüste. (F/M/A)
14. Tag
Heimreise
In den frühen Morgenstunden Transfer zum Flughafen, Flug nach Algier und weiter nach Frankfurt. (F/-/-)
Änderungen vorbehalten!
Veranstalter:
Kooperationspartner
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