Logo Bedu Expeditionen

1000 und eine Reise

HomeWir über unsReiseländerLinksNewsKontakt


  

 
ALGERIEN

Reisen nach Algerien


 

 
Adrar N'Ahnet & Tim Missaou

Geländewagentour in das Gebiet westlich und südwestlich von Tamanrasset. Auf einer einsamen und  außergewöhnlichen Route zum Adrar N'Ahnet und in die südlichen Tassilizonen.

• fantastische Granit- und Sandlandschaften rund um den Adrar N'Ahnet
• der Erg Mehedjibat und die Felsbilder von Tim Meskis und Idjenoudjane
• Umrundung des Adrar N'Ahnet, Wanderung in die Schlucht von Touhak
• Szenenwechsel: Direktfahrt in die südlichen Tassilizonen, Tim Missaou und Tin Rherho

   

Termine & Preise:
25.12.2011-08.01.2012  EUR 2300
19.02.2012-04.03.2012  EUR 2300
11.03.2012-25.03.2012  EUR 2300
01.04.2012-15.04.2012  EUR 2300
14.10.2012-28.10.2012  EUR 2300
04.11.2012-18.11.2012  EUR 2300
25.11.2012-09.12.2012  EUR 2300
23.12.2012-06.01.2013  EUR 2300
EZ/EZelt:  EUR 50

Leistungen:
• vermittelte Linienflüge Frankfurt - Südalgerien und zurück oder Umsteigeflug
• Transfer in Tamanrasset und Übernachtung mit HP in einem Camp
• alle weiteren Übernachtungen im Freien auf Isomatten, auf Wunsch im 2-Personen-Zelt
• Fahrten mit einheimischen Geländewagen (ortsüblicher Zustand) und Fahrern wie beschrieben
• Verpflegung aus der Bordküche
• deutschsprachige Reiseleitung
• Reiserücktrittskostenversicherung

Zusätzliche Kosten:
• Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen
• pers. bestellte Essen/Getränke bei Beginn und Ende der Tour
• Trinkgelder für einheimische Begleitmannschaften
• Visagebühren
• Unvorhergesehenes

Teilnehmer:
min. 7 - max. ca. 12 Personen

   

Tourverlauf: 

1. und 2. Tag
Direktflug von Frankfurt nach Tamanrasset oder Umsteigeflug über Algier.
Übernachtung im einfachen Camp unserer Partner, etwas außerhalb von Tamanrasset, am Fuß der Felswand Hadriane.
Bereits am Ende des ersten Fahrtages erreichen wir einen großartigen Platz, namens Essidiene. Granitkuppen und Berge sind von Sand umweht, eine herrliche Kulisse für einen ersten Lagerplatz. Wir befinden uns nun weit westlich der Berge von In Ekker, die bei klarer Sicht am östlichen Horizont zu erahnen sind.

3. bis etwa 5. Tag
Der nächste Tag führt uns in langsamer, vorsichtiger Fahrt weiter nach Nordwesten, dem Großraum Adrar N'Ahnet entgegen. Der Lagerplatz wird bei Tishel Koutatine sein, ein wahrer Traumgarten aus Granit und Sand. Bemerkenswert sind die tiefen Spalten in den leicht begehbaren Granitkuppen. Die Spalten sind wie mit dem Lineal gezogen und biegen an einige Stellen unvermittelt rechtwinklig ab.
Nun sind Dünen gefragt! Schon der voraussichtliche Mittagsrastplatz am Brunnen von Idersane - Akazien bieten reichlich Schatten - ist von Dünen umringt. Am Nachmittag folgen wir für kurze Zeit der Straße von Tam nach Algier, biegen aber bald wieder ab ins Gelände. Über eine nicht ganz leichte, weichsandige Einfahrt ereichen wir die schön geschwungenen Dünen des Erg Mehedjibat. Je nach Lichtstimmung zeigen sich die bis zu 150 Meter hohen Dünen in kräftigem Gelb oder leicht rötlich.
Am nächsten Morgen unternehmen wir zu Fuß, etwas südlich des Mehedjibat, im kleinen Tassili von Tim Meskis eine kurze Felsbildexkursion. Durch ein enges Tal in den Sandsteinschichten, in Urzeiten durch tosendes Wasser geformt, steigen wir zu zwei bis drei Felsbildstätten mit Malereien, die zum Teil in die Rinderperiode einzuordnen sind. Sicherlich sind die Bilder in Qualität und Fülle nicht mit den Felsbildgalerien der südlichen Tassili-Zonen zu vergleichen, dennoch ist der Platz absolut einen Besuch wert, sowohl wegen des imposanten Tales als auch wegen der Felsbilder und der steinzeitlichen Wohnhöhlen. Wenn wir nun den Erg Mehedjibat nach Süden hin verlassen, fahren wir zunächst durch schwarz schimmernde Ebenen und halten an einer Stelle an der seltsam geformte Konkretionen zu sehen sind. Lustigerweise haben die Steine Wagenradform, etwa in der Größe der Geländereifen der Toyotas; 7,50-16, hier in der Zentralsahara immer noch das bewährte Reifenmaß.
Linkerhand tauchen nun die rötlichen Dünen von Oualahoun auf. Wir folgen ihnen nach Süden. Weichsandige, oft recht üppig bewachsene Oueds wie das Assouf Mellene sind Konkretionen unser Weg. Die Mühe der Fahrt lohnt sich, denn wir lagern etwas erhöht im kleinen Tassili von Idjenoudjane, direkt gegenüber der Felswand des Adrar N'Ahnet. Am Fuße des Tassilis unter Felsüberhängen gibt es auch hier einige Felsbilder zu entdecken. Uns ziehen die Tassili-Gebiete wegen der landschaftlichen Schönheit an, Felstürme und bizarr verwitterte Plateaureste sind von Sandebenen und Dünen durchzogen, man kann herrliche Spaziergänge und Wanderungen unternehmen. In der Steinzeit boten diese "natürlichen Städte" mit ihren Nischen, Felsüberhängen und Felsbalkonen Schutz vor Wind, Kälte und Regen sowie vor wilden Tieren.

6. bis etwa 8. Tag
Wir umrunden die Nordspitze des Adrar N'Ahnet, um auf die Westseite des Massivs zu gelangen. Schatten für die Mittagspause bieten Akazien im Oued Amassine Emesker oder im Oued Ouan Tourha. Das arabische Wort Tourha oder Dourha weist darauf hin, dass hier besonders viele Calotropis-Pflanzen wachsen, welche andere Pflanzen verdrängen. Nur große Akazien- und Abourak-Bäume widerstehen.
Sicher ist es wieder einmal höchste Zeit, die Wasservorräte aufzufüllen. Wir steuern den Brunnen Hassi Ouan Yachma an. Wie schon der Brunnen Idersane ist auch dieser hier von Dünen umringt. Da wir hier voraussichtlich übernachten, bietet sich die Gelegenheit, die Dünen von Amdjar zu besteigen.
Eine weitere Wasserstelle liegt nur etwa 25 km weiter südlich, Tin Senasset, am Steilhang des Adafar.
Folgt man mit den Fahrzeugen der Steilwand nach Westen hin, so stößt man auf eine ganz große Überraschung: Bei vorhergehenden Erkundungstouren haben wir die Schlucht von Touhak wiederentdeckt! So weit wie möglich fahren wir mit den Fahrzeugen in ein Tal hinein, das Gelände ist außergewöhnlich weichsandig; Sande, die bei den früher häufig Regenfällen vom Adafar-Plateau heruntergeschwemmt wurden. Wandert man dann weiter, etwa eine Stunde lang über Steine und Geröll, so stößt man hinter einer Biegung letztendlich auf den engen, imposanten Canyon von Touhak. Die Felswände dürften etwa 80 Meter hoch sein und berühren sich nahezu, nur ein schmaler Sonnenstrahl dringt bis auf den Boden des Canyons. Hat man Glück, dann gibt es in der Schlucht sogar Wasser!
Der Erg Iguidi N'Afarag und der Adrar Hihaou sind sozusagen ein "Sprungbrett" für uns, wenn wir nun in die südlichen, weiten, offenen Gebiete unserer spannenden Expeditionsfahrt wechseln. Das Innere des Adrar Hihaou birgt das legendäre Guelta Ain Ziza, maßgebliche Wasserstelle während der Exploration der Sahara mit Motorfahrzeugen zwischen 1920 und 1950. Auch wir ergänzen hier wieder unseren Wasservorrat.
Die etwa 300 km weite Fahrt in den Süden führt zwar meist durch Ebenen und folgt breiten Oueds, dennoch finden sich herrliche Übernachtungsplätze, wie etwa die sandumspülten Berge am Rand des Oued Tekhammalt. Ein anderer wichtiger Punkt ist der Brunnen Temeroualt. Das Wort bedeutet in Tamahak Hase, somit heißt der Brunnen also "Hasenbrunnen".

9. bis etwa 14. Tag
Erst in den letzten Jahren hatten wir Dank der guten Beziehungen und Kenntnisse unserer Partner die Möglichkeit, das tiefe Innere des Tassili Tim Missaou zu erkunden. Bis dahin kannten wir nur die nicht allzu spektakuläre Gegend um den Brunnen von Tim Missaou. In der Nähe des Brunnens befindet sich eine Militärstation, welche man heute meist meidet. Wir sind nicht verpflichtet, uns dort zu melden. Das früher bekannte Pferdewagenbild (Felsbild) unweit des Brunnens ist leider zerstört.
Fährt man bis weit in den Ostteil von Tim Missaou hinein, so befindet man sich in einer Wunderwelt von Sandsteintürmen, pilzförmigen Felsen und Bögen. Dazwischen immer wieder Dünen: Oft ist der Sand so hoch angeweht, dass man die Spitzen der Felsen über Sandrampen zu Fuß erreichen kann.
Nach diesem weiteren Höhepunkt ist die Tour noch längst nicht zu Ende, das nächste Ziel ist das Tassili Tin Rherho. Nicht "noch ein Tassili", nein, jedes dieser Tassili-Gebiete hat seinen eigenen landschaftlichen Charakter. Das Tin Rherho ist ein schmaler Plateaurest von nur 20 bis 30 km West-Ostausdehnung, reicht aber etwa 120 km weit nach Süden, genau entlang dem 4. Längengrad. Wir beschränken uns auf das interessante nördliche Drittel des Plateaus, welches wir mit den Fahrzeugen über eine sehr schwierige Auffahrt an der Nordspitze erklimmen. Oben angekommen, geht es oft nur im Schritttempo weiter. Aber auch hier lohnt sich die Mühe, wir lagern in herrlichen Tassili-Formationen und finden einige recht bemerkenswerte Felsbilder und Gravierungen. Besonders imposant ist die Gravierung einer Gruppe von Giraffen, etwa 1,50 Meter hoch. An einer anderen Stelle stoßen wir auf einen Pilzfelsen, dessen Säule rundum bemalt und mit Gravierungen versehen war. Wind und Sonne haben dem steinzeitlichen Kunstwerk leider etwas zugesetzt aber in unmittelbarer Nähe gibt es eine weitere Entdeckung zu machen: Drei frühzeitliche Gräber, deren aus Stein gelegte "Arme" sich mehrere hundert Meter weit der aufgehenden Sonne entgegenstrecken.
Über einen sandigen Hang "rutschen" wir mit den Toyotas vom Plateau herunter und steuern den Brunnen von Tin Rherho an, der am Fuße des Plateaus zwischen flachen Dünen liegt. Manchmal sind Nomaden hier und tränken ihre Kamele und Ziegen. Auch wir füllen nochmals Wasser auf und dann liegt die zügige Rückfahrt nach Tamanrasset an. 
Wir folgen dem Oued Ouan Tichkatine und seinen Seitenarmen "flussaufwärts" nach Osten, bis wir nach etwa 180 km Fahrt (vom Brunnen ausgehend) den Urstrom Tin Amzi erreichen, der uns letztendlich ins Hoggar leitet.
Ein Stadtbesuch, ein letzter "Thé Touareg", ein letztes gemeinsames Abendessen im Camp unser Partner beschließen diese abwechslungsreiche Tour, bevor die Fahrt zum Flughafen von Tamanrasset erfolgt.

15. Tag
Rückflug Tamanrasset - Frankfurt oder Umsteigeverbindung.

Allgemeine Hinweise speziell zu dieser Reise:
Obwohl die Tour "nur" auf algerischem Terrain verläuft (also nicht z.B. im Tchad, oder in der Ténéré), ist es eine sehr einsame Expeditionsfahrt. Sie werden kaum einer anderen Reisegruppe begegnen und nur selten am Horizont einheimische Fahrzeuge vorbeiziehen sehen.
Es gibt zwei Wochen keinerlei Versorgung, außer Brunnen (mit relativ gutem Wasser) und einige offene Wasserstellen (Gueltas).
Meist muss unser örtlicher Partner ein verstecktes Treibstofflager anlegen, damit die Fahrzeuge die Runde überhaupt schaffen.
Sie müsssen gesund sein, physisch und psychisch stabil. Ihre Flexibilität wird gefordert, Teamgeist ist Grundvoraussetzung.

(Text: © S. + R. Jarosch)

Änderungen vorbehalten!

Veranstalter:
Kooperationspartner